☰ Menu eFinancialCareers

Was US-Banken in Frankfurt für ihre Mitarbeiter springen lassen

Frankfurt_ThinkstockPhotos-453255573

Bei der Bezahlung ihrer Mitarbeiter lassen sich Banken ungern in die Karten schauen. Auch auf Presseanfragen zur Vergütung und sogar zur konkreten Mitarbeiterzahl geben sich namentlich US-Banken in Frankfurt schmallippig. Allerdings handelt es sich bei den meisten Töchtern der US-Investmentbanken in Deutschland um Aktiengesellschaften. Wir haben uns die Geschäftsberichte und – falls möglich – die Vergütungsberichte herausgesucht, um ein wenig Licht in die Angelegenheit zu bringen. Da die Banken bis zu ein Jahr Zeit haben, derartige Dokumente herauszugeben, gelten sämtliche Angaben für 2014. Dennoch sind die Ergebnisse äußerst aufschlussreich…

Bank of America

Die Bank of America hat für ihre Frankfurter Niederlassung einen eigenen Vergütungsbericht für 2014 vorgelegt, der allerdings nur die Gehälter und Boni von 38 Mitarbeitern enthält. Demnach kassierten die 23 Beschäftigten von Global Banking und Markets, dem Investment Banking Front Office, ein Grundgehalt von durchschnittlich 151.130 Euro. Von ihnen erhielten 18 Mitarbeiter einen Bonus von noch einmal 69.111 Euro.

Darüber hinaus weist die Bank of America in ihrer Frankfurter Niederlassung 15 „sonstige“ Mitarbeiter aus, wobei es sich wohl um Beschäftigte in Middle und Back Office handelt. Sie kassierten Grundgehälter von 64.867 Euro pro Kopf. Sieben von ihnen erhielten einen Bonus von durchschnittlich 11.286 Euro.

Citi

Citi beschäftigt nach eigenen Angaben in Deutschland rund 370 Mitarbeiter. Der Vergütungsbericht 2013/14 weist indes nur 288 Mitarbeiter aus, von denen 230 bei Citigroup Global Markets Deutschland AG und 58 bei der Frankfurter Niederlassung der Citigroup New York beschäftigt sind. Bei beidem handelt es sich um Investment Banking und Firmenkundengeschäft, wobei die Aktivitäten auf die beiden Rechtseinheiten verteilt sind. Laut einem Unternehmenssprecher würden weitere Tochtergesellschaften in Frankfurt Personal beschäftigen, was die Diskrepanz bei den Mitarbeiterzahlen teilweise erklärt.

Die Beschäftigten der deutschen AG werden weiter in Front Office (Institutional Clients Group), Middle Office (Global Functions) und Back Office (Global Operations & Technology) aufgeschlüsselt. Im Front Office ließ Citi knapp 279.000 Euro an Gesamtvergütung pro Kopf springen. Bemerkenswert ist überdies die Hohe Vergütung von über 187.000 Euro im Back Office.

Goldman Sachs

128 Mitarbeiter beschäftigte die Goldman Sachs AG Ende 2014, wovon 94 im Front Office und 34 in nachgeordneten Bereichen tätig waren. „Der Personalstand hat sich insgesamt nicht verändert”, heißt es im Geschäftsbericht. Diese 128 Mitarbeiter generierten immerhin einen Bilanzgewinn von 39 Mio. Euro.

Bei der Bezahlung zeigt sich die US-Investmentbank in Frankfurt großzügig. Für Bruttovergütungen ließ die Goldman Sachs AG 44,6 Mio. Euro springen, was eine durchschnittliche Gesamtvergütung von 348.482 Euro ergibt. Somit scheint Goldman Sachs die bestzahlende US-Bank in Deutschland zu sein.

JP Morgan

Die JP Morgan AG verzeichnete 2014 durchschnittlich 262 Mitarbeiter, was einen Aufbau von immerhin 18 Stellen entspricht. Die Fluktuation belief sich auf 12 Prozent, was für eine US-Investment Bank gering erscheint. Für Löhne und Gehälter wandte JP Morgan in 2014 25,2 Mio. Euro auf, woraus sich eine durchschnittliche Bruttovergütung von nur 96.246 Mio. Euro errechnet. Dies scheint jedoch ein falsches Bild zu vermitteln, da JP Morgan wie Citi in der Frankfurter Niederlassung ihrer US-Muttergesellschaft weitere Mitarbeiter beschäftigen dürfte.

Morgan Stanley

Für die Morgan Stanley Bank AG arbeiteten in 2014 165 Mitarbeiter, womit binnen Jahresfrist 22 Stellen abgebaut wurden. Unterdessen ließ die US- Investmentbank für Löhne und Gehälter in Deutschland 41,4 Mio. Euro springen oder 250.905 Euro pro Kopf.

Kommentare (0)

Comments

Antworten

Pseudonym

E-Mail

Alle Informationen zu unseren Community-Richtlinien finden Sie hier