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Gewinne der Investmentbanken könnten um 50 Prozent fallen

Schlechte Aussichten für die einst erfolgsverwöhnten Investmentbanken. Wenn sich das Klima in den kommenden beiden Jahren nicht bessert – und im Moment glaubt wohl niemand daran – dann droht den Brokern ein herber Gewinneinbruch.

Die Experten der Boston Consulting Group (BCG) erwarten, dass Investmentbanken 2010 unterm Strich nur noch 31 Mrd. Dollar verdienen – das wären mehr als 50 Prozent weniger im Rekordjahr 2007. Damals verzeichnete die Branche noch ein Plus von unglaublichen 72 Mrd. Dollar.

Das Modell der unabhängigen, global vertretenen Investmentbank ist jedenfalls tot. Nachdem in der vergangenen Woche überraschend Merrill Lynch an die Bank of America verkauft wurde und Lehman Brothers spektakulär Pleite ging, sind nur noch Goldman Sachs und Morgan Stanley als unabhängige “Broker Dealer” übrig geblieben.

Allerdings haben die beiden Bank-Ikonen am Montag auf die drohende Existenzkrise reagiert, ihre bisherigen Privilegien aufgegeben und sich Vollbankenlizenzen gesichert.

Manny Weintraub, ein langjähriger Geschäftsführer bei der Vermögensberatungsgesellschaft Neuberger Berman, glaubt nicht an ein Comeback. “Das Geschäftsmodell der Wertpapierhäuser ist zerstört. Das Geschäftsmodell, bei dem die Angestellten 50 Prozent der Erträge bekommen, aber keine Risiken tragen, wenn ein Geschäft nicht läuft, ist tot.”

Gewinnen werden demnach globale Universalbanken. HSBC und JP Morgan konnten sich zuletzt über milliardenschwere Zuflüsse von Kundengeldern freuen. Vor allem institutionelle Anleger, aber auch viele Hedgefonds sehen in den Großinstituten so etwas wie sichere Häfen.

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