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Umfrage – Finanzprofis unterstützen verstärkte Regulierung ihrer Branche

Während die Welt auf das G20 Treffen zur Reform der Finanzmärkte blickt, hat eFinancialCareers in einer globalen Umfrage die Haltung von 1.689 Finanzprofis zu Bankenregulierungen abgefragt.

Demnach halten rund zwei Drittel (66 Prozent) aller Befragten ein globales Regulierungssystem für wünschenswert. Dagegen sind nur knapp 20 Prozent der erfahrenen Banker, die schon über zehn Jahre in der Branche arbeiten, davon überzeugt, dass ein globales Regulierungssystem auch funktionsfähig ist.

Die lokalen Ergebnisse für Deutschland und die Schweiz weisen in die gleiche Richtung: Von 125 Teilnehmern befürworten 64 Prozent ein globales Regulierungssystem, doch nur 22 Prozent der erfahrenen Fachkräfte glauben fest daran, dass dieses realisierbar sein wird. Auch nur wenige Befragte, 31 Prozent, erhoffen sich davon positive Auswirkungen auf den allgemeinen Arbeitsmarkt.

Die meisten der lokalen Finanzprofis erwarten, dass sich die Staatsquote im Finanzbereich deutlich erhöht und sind auch bereit, in verstaatlichten Instituten oder für die Finanzaufsicht tätig zu sein. 70 Prozent der Befragten in Deutschland und der Schweiz können sich vorstellen, für einen verstaatlichten Finanzdienstleister zu arbeiten, nur 17 Prozent wollen dies vermeiden.

Ein ähnliches Bild ergibt die Einschätzung der Tätigkeit bei der Finanzaufsicht: Zwei Drittel der in der Schweiz und in Deutschland Befragten (67 Prozent) können sich damit anfreunden, für die deutsche BaFin, die eidgenössische FINMA oder eine andere Regulierungsbehörde zu arbeiten.

Auf die Frage, welcher Anteil der US-amerikanischen und europäischen Banken im Jahr 2012 verstaatlicht sein wird, schätzen 41 Prozent der Deutschen und Schweizer, dass mindestens ein Viertel, vielleicht sogar die Hälfte der Banken nationalisiert werden.

John Benson, Chief Executive Officer und Gründer von eFinancialCareers kommentiert die Ergebnisse: “Die Branche weiß, dass neue Regeln kommen werden und zeigt sich weitgehend offen für die neue Finanzwelt. Dass zwei Drittel der Finanzprofis grundsätzlich bereit sind, für eine Regulierungsbehörde zu arbeiten, ist bezeichnend. Banker zeigen jetzt, im Angesicht der Krise, ihre Flexibilität.”

82 Prozent: Ende der Entlassungswellen noch nicht erreicht

Eine überwältigende Mehrheit von 82 Prozent der deutschen und Schweizer Befragten ist der Meinung, dass das Ende der Entlassungswelle in der Finanzbranche noch nicht erreicht ist. Ungeachtet dieser Markteinschätzung sehen sie ihre persönlichen Aussichten optimistisch: 56 Prozent geben an, dass sie in fünf Jahren “sehr wahrscheinlich” oder “wahrscheinlich” noch in der Finanzbranche arbeiten werden. Weitere 31 Prozent beantworten diese Frage mit einem vorsichtigeren “vielleicht”. Nur 14 Prozent gehen eher davon aus, dass sie den Finanzsektor verlassen werden.

Bemerkenswert ist auch eine hohe Bereitschaft, die Tätigkeit in einem anderen Land fortzusetzen, wenn die Regulierung der Finanzmärkte zu exzessiv ausfallen würde. 41 Prozent antworten, dass sie dann “auf jeden Fall” oder “vielleicht” in ein Land mit weniger starker Regulierung auswandern würden.

Die Ergebnisse wurden in einer Online-Umfrage auf den Webseiten des Karriere-Netzwerks vom 23. bis 30. März erhoben.

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