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Drei Gründe, wieso Consultants und Banker nicht fett sein dürfen

Sport hilft nicht nur gegen Pfunde.

Sport hilft nicht nur gegen Pfunde.

Weihnachtsgans, Lebkuchen und guter Wein zeigen ihre Wirkung. Nach der Weihnachtspause klagen auch viele Finanzprofis und Consultants über zu viel Speck auf den Rippen – und wahrlich nicht nur die Damen. Von daher steht Abnehmen auf der Liste der Neujahrsvorsätze regelmäßig ganz oben. Tatsächlich ist Sport für Investmentbanker und Consultants geradezu überlebenswichtig – zumindest aus Karrieresicht.

Eine Studie der Universitäten Frankfurt/Oder, FU Berlin, Copenhagen Business School und Universität London betont, wie wichtig Sport für den beruflichen Erfolg ist. Die Studie, die im Scandinavian Journal of Management veröffentlicht wurde, sollte fußfaulen Finanzprofis Beine machen. Obgleich die Studie sich auf die Consulting-Branche konzentriert, dürfte angesichts der langen Arbeitszeiten ähnliches aufs Banking zutreffen.

Für die Studie haben die Forscher 45 Mitarbeiter von zwei Management-Beratungen interviewt. Dabei kommen sie zu dem Ergebnis, wie wichtig Sport ist, um sich ins Team und das Unternehmen einzufügen, dass ein gestählter Körper als angemessen für die Arbeit in den Professional Services gesehen wird, dass Sport wichtig für Beförderungen ist und schließlich beim Stressabbau hilft.

Eine Studie aus 2009 bestätigt, dass die Beschäftigten in der Londoner City viel Zeit in Fitnesscentern verbringen, „um eine eine körperliche Verfassung zu erreichen, die für Einsatz, Hingabe und Konformität steht.“ Eine weitere Studie aus 2014 kommt zu dem Ergebnis, dass alternde Hedgefondsbeschäftigte auch körperlich eine „Kämpfernatur“ bewahren. Wer also seine Kollegen mit Fitness beeindrucken möchte, sollte sich an Folgendes halten:

1. Schreiben Sie sich für das unternehmenseigene Fitnessstudio ein, nehmen Sie an Sportevents des Unternehmens teil und sprechen Sie darüber

Nach der Studie betreiben Consulting-Unternehmen ähnlich wie Banken eigene Fitnessstudios. Demnach nehmen viele Consultants diese Angebote wahr und sprechen darüber. Die Forscher hörten Sätze wie: „Ich liebe Sport, ich trainiere für den Marathon… Ich spiele auch Fußball“, oder „Viele meiner zwischenmenschlichen Tätigkeiten haben mit Sport zu tun… Ich trainiere gerade für den Marathon“, oder „Ich liebe Sportarten wie Jogging, Fitness oder Tennis“, „Ich versuche jedes Jahr etwas Großes zu unternehmen. Letztes Jahr habe ich den Kilimandscharo bestiegen.“

Während die Forscher mit den Consultants über ihre Sportarten sprachen, stellten sie fest, dass sie ein Selbstbildnis von sich von „körperlicher Stärke, Ausdauer und Hartnäckigkeit“ pflegen. Damit bestätigten Sie das Berufsimage, ein ‚Achiever‘ zu sein, der „Herausforderungen bewältigt.“

2. Sie sollten an Ultramarathons teilnehmen und an Ihre Grenzen gehen, um befördert zu werden

Sport und Fitness stellen laut der Studie in den Branche so etwas wie einen „Initiationsritus“ dar, um in Leitungsfunktionen aufzusteigen. So berichte ein Consultant beispielsweise von einem Gespräch mit einer frischbeförderten Führungskraft. Dabei kam heraus, dass dabei einige „durchgeknallte“ Outdoor-Aktivitäten eine wichtige Rolle gespielt haben.

Damit steht er nicht allein. Ein weiterer Teilnehmer der Studie bestätigt, dass die Teilnahme an „schlimmen, ausgefallenen Outdoor-Aktivitäten“ für eine Beförderung erforderlich sei. Dies könne eine intensive sportliche Vorbereitung wie Marathonläufe oder Bergsteigen erfordern. Interessanterweise erfuhren die Wissenschaftler auch, dass der frühzeitige Start in den Feierabend akzeptabel sei, solange es ins Fitnessstudio oder zu anderen sportlichen Betätigungen gehe. Es handle sich „um einen legitimen Grund, um dem Druck zu entkommen.“

3. Sie müssen Sport betreiben, um in einem Job erfolgreich zu sein, in dem Sie 60 Stunden und mehr arbeiten müssen und der nicht so ausfällt, wie Sie sich das vorgestellt haben

Wie nicht anders zu erwarten stellten die Wissenschaftler auch fest, dass die befragten Consultants Sport nutzen, um „Stress zu bewältigen“ und „das innere Gleichgewicht wiederzufinden.“

Die Forscher haben mit einer jungen Beraterin gesprochen, der pünktlich zum Wochenende ein Stapel mit Arbeit überreicht wurde, der bis Montagmorgen abgearbeitet werden musste. Als Folge davon musste sie das gesamte Wochenende arbeiten: „Sie müssen einfach akzeptieren, dass die Arbeit hier so abläuft. In solchen Fällen laufe ich mir den Stress ab. Ich liebe es, alle Dinge, die mich belasten, wegzulaufen.“

Ein anderer junger Consultant erzählte, dass sich bei ihm nicht alles „um die Arbeit drehen“ solle. Dies habe er „durch Sport, Jogging und verschiedene sportliche Herausforderungen“ erreicht.

Der Studie zu Folge sei es für Frauen besonders wichtig in Form zu bleiben. Denn der weibliche Körper werde unbewusst als „weich, üppig und unkontrollierbar“ wahrgenommen. Verstehen Sie das als Warnung.

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