☰ Menu eFinancialCareers

Leistungsorientierter Tarifvertrag bei norisbank

Ab September 2009 gilt für Banker der norisbank: Weniger Arbeit für mehr Geld.

Für die rund 400 Beschäftigten der Deutsche Bank-Tochter norisbank gilt seit September ein neuartiger Tarifvertrag. Herzstück des zwischen der Gewerkschaft Deutsche Bankangestellten Verband (DBV) und den Arbeitgebervertretern abgeschlossenen Tarifvertrags ist ein modernes Bonussystem, das Mitarbeiter im Bankenbereich erstmalig über einen variablen Vergütungsbestandteil direkt an den eigenen Vertriebserfolgen beteiligt. Der maßgebliche Kriterienkatalog unterliegt der Mitbestimmung des Betriebsrats.

Die Deutsche Bank kaufte 2006 den Namen, die Filialen und den Kundenstamm des ehemaligen easyCredit-Vertreibers für 420 Millionen €. Die ursprünglich 1.200 Beschäftigten der alten norisbank blieben größtenteils im genossenschaftlichen Verbund. Als Folge musste die norisbank ihr Personal fast komplett neu aufbauen.

Einem Deutsche-Bank-Sprecher zufolge sind nach der Übernahme immerhin “einige Mitarbeiter” zur neuen norisbank gewechselt. Nach Angabe der DBV handelt es sich hierbei um 61 Banker, die genauso wie rund 180 Mitarbeiter, die von der neuen Mutter Deutsche Bank per Arbeitnehmerüberlassung an die norisbank “ausgeliehen” wurden, einen tariflichen Sonderstatus genießen.

Insbesondere für die 150 seit der Übernahme neu eingestellten Mitarbeiter ergeben sich ab September 2009 positive Änderungen. Durch die vereinbarte Grundabsicherung, die sich an der Einstiegshöhe des Flächentarifs orientiert, ergibt sich für sie eine Anpassung an das Niveau des Flächentarifs. Sie erhalten eine Gehaltserhöhungen von rund 13% bei einer Wochenarbeitszeit von 39 Stunden anstelle der bislang arbeitsvertraglich vereinbarten 42 Stunden.

“Wir sind mit der gefundenen Lösung zufrieden”, betont Karin Ruck, Bundesvorsitzende und Verhandlungsführerin des DBV. “Vor allem die Gestaltung und Mitbestimmung des Vergütungssystems durch den Betriebsrat sind richtungweisend.” Einzig der Jahresurlaub von 27 Tagen, der aber unter bestimmten Voraussetzungen bis zum Branchenstandard von 30 Tage steigen kann, trübt nach Angaben der Gewerkschaft das positive Gesamtbild.

Kommentare (0)

Comments

Antworten

Pseudonym

Pflichtfeld

E-Mail

Ungültige E-Mail-Adresse

Alle Informationen zu unseren Community-Richtlinien finden Sie hier