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12 Tipps, wie Jungbanker gegen das Londoner Preisniveau ansparen

Ernähren Sie sich von billigem Hähnchenfleisch.

Ernähren Sie sich von billigem Hähnchenfleisch.

Banker in London haben es auch nicht immer leicht. Zwar fallen die Gehälter zumindest in Euro an der Themse höher als am Main aus und die Steuern niedriger, dennoch leben auch gutverdienende Jungbanker in London nicht im Schlaraffenland. Denn das Preisniveau ist hoch, sehr hoch. Einzimmerwohnungen für umgerechnet 1000 Euro sind schlicht nicht erhältlich und auch die übrigen Lebenshaltungskosten sorgen bei deutschen Besuchern für Kopfschütteln. Von daher wundert es nicht, dass selbst Banker an der Themse die Gürtel enger schnallen müssen. Die entsprechenden Sparvorschläge mögen vielleicht zunächst etwas skurril wirken, vermitteln aber einen interessanten Einblick in das Leben an Europas Finanzplatz Nr. 1.

1. Leben Sie in den Außenbezirken

Das Leben an Orten wie Zentrallondon oder Manhattan ist unerhört teuer. Die meisten Jungbanker lebendaher nach eigenen Angaben in den vergleichsbar günstigen Stadtvierteln. „Ich lebe in Ealing und zahle um 1200 Pfund (1700 Euro) im Monat für Miete“, erzählt ein junger Finanzprofi, der in Private Equity arbeitet. „Eine vergleichbare Wohnung in Zentrallondon würde mich mehr als 2000 Pfund (2800 Euro) kosten, während die Fahrkarte für die U-Bahn nur 140 Pfund (200 Euro) im Monat kostet. Unter dem Strich spare ich so Geld.“

2. Leben Sie nicht allein

Während in anderen Ländern das Leben in WGs nur etwas für Studenten ist, teilen sich in London auch beruflich erfolgreiche Banker die Wohnung, vor allem wenn sie jung sind. „Einige Leute leben immer noch bei ihren Eltern und zahlen keine Miete“, erzählt der Private Equity-Junior. „Geben Sie nicht zu viel für die Miete aus und entscheiden Sie sich immer für eine WG. Als Jungbanker werden Sie Ihre Mitbewohner ohnehin nicht allzu oft sehen“, ergänzt ein Associate. „Ich zahle nur 900 Pfund (1250 Euro), genieße einen Blick auf einen Jachthafen, bin nur zehn Minuten von der U-Bahnstation Bank oder einen Fußmarsch von Canary Wharf entfernt. Wenn ich in Canary Wharf oder Westlondon allein leben würde, müsste ich 1300 bis 1500 Pfund (1800 bis 2100 Euro) und mehr zahlen. Das Geld spare ich lieber.“

3. Arbeiten Sie bis spät, um vom kostenlosen Essen und Fahrkostenerstattung zu profitieren

Viele Banken gewähren Mitarbeitern, die nach 20 Uhr noch arbeiten, ein kostenloses Abendessen. Es gibt sogar Gerüchte, dass Banker so in den Genuss von Hummern und Steaks gelangen. Und wer sogar noch nach 21 Uhr arbeitet, kann oft ein Taxi nachhause dem Arbeitgeber in Rechnung stellen.

4. Besuchen Sie Events mit kostenloser Verpflegung

„Ich habe regelmäßig Veranstaltungen von Bloomberg besucht, um ein kostenloses Abendessen zu bekommen, als ich kein Geld hatte“, erzählt ein Banker, der früher in der Strukturierung von Wertpapieren gearbeitet hat.

5. Verschwenden Sie kein Geld, sondern genießen Sie es

Es ist nichts Schlechtes daran, Geld auszugeben, allerdings sollten Sie es für etwas ausgeben, das Ihnen tatsächlich Freude bereitet. „Ich leiste mir keine unüberlegten Einkäufe“, erzählt der Associate. „Ich liebe meine Armbanduhren und ich gebe schon einmal mehr als 3000 Pfund (4000 Euro) für eine aus. Aber ich würde niemals 800 Pfund (1100 Euro) für einen maßgeschneiderten Anzug ausgeben.“

6. Wählen Sie Ihr Urlaubsziel mit Umsicht aus

Mit dem allgemein postulierten Kulturwechsel, werden Jungbanker mittlerweile sogar dazu ermutigt, ihren Jahresurlaub auch tatsächlich zu nehmen. „Entscheiden Sie sich für lange Urlaubsreisen“, rät der Associate. „Die Flugtickets nach Asien sind teurer als nach Ibiza, aber Sie haben dort bessere Hotels, erstklassiges Essen und ein gutes Nachtleben zu einem Bruchteil der Kosten. Oder Sie können sich für Griechenland entscheiden, welches schöner und deutlich billiger als Spanien, Italien oder Frankreich ist.“

7. Kaufen Sie bei Discountern ein

„Ich kaufe bei Billigsupermärkten“, erzählt der Strukturierer. „Bei Asda bekommen Sie ein Kilo Hühnerfleisch für 6 Pfund (8 Euro). Das ist wirklich gut, wenn Sie wenig Geld haben.“

8. Sparen Sie bei der Kleidung

„Ich kaufe Smart Casual-Kleidung, die ich sowohl privat als auch zur Arbeit tragen kann“, sagt der Strukturierer. „Ich zahle 30 Pfund für eine Hose von GAP und gebe 10 Pfund aus, um sie anschließend anpassen zu lassen. Dadurch treten Sie deutlich eleganter auf. Das ist erheblich besser als wenn Sie teure Konfektionskleidung kaufen.“

9. Versuchen Sie ein wenig Geld extra zu verdienen

Bei Arbeitszeiten von 80 Stunden die Woche erscheint ein Nebenjob illusorisch, dennoch gelingt es einigen Jungbankern. „Sie können Extra-Geld verdienen, indem Sie Ihre Kompetenzen nutzen“, sagt der Strukturierer. „Vielleicht geben Sie Nachhilfe, bauen eine Website, Übersetzen oder trainieren Sport. Bieten Sie niemals an, etwas kostenlos zu machen.“

10. Nutzen Sie Gutscheine und Kundenkarten

Ein M&A-Banker erzählt, wie er sich beim Kaffeekauf immer seine Kundenkarte abzeichnen lässt. Der junge Mitarbeiter aus Private Equity nutzt unterdessen nach Möglichkeit Gutscheine, wenn er außerhaus isst.

11. Verschwenden Sie kein Geld für Ihre Internetverbindung

Ein Analyst aus dem Zinsgeschäft erzählt wiederum, wie er sich einen heimischen Internetanschluss spart. „Ich habe unbegrenzt Internet auf meinem Smartphone, was ich für die meisten Dinge nutze. Falls ich tatsächlich einmal auf meinen Laptop zurückgreifen möchte, dann schließe ich meinen Laptop einfach an mein Smartphone an und nutze dessen Verbindung, was mehr als ausreichend ist.“

12. Investieren Sie Ihr übriges Geld gut

Schließlich versuchen die meisten Jungbanker auch aus ihren Ersparnissen das Maximum an Rendite herauszuholen. „Investieren Sie Ihr Geld und versuchen Sie einen Home-Run nachhause zu bringen“, meint der Associate. „Wir haben 2012 begonnen, als die Märkte noch deutlich niedriger notierten. Seither konnten wir unser Geld verdoppeln oder sogar verdreifachen. Das dürfte jetzt schwerer fallen, da die Märkte bereits sehr hoch notieren.“

„Wir investieren zusätzliches Geld in Kreditplattformen im Internet, um höhere Zinsen zu erhalten und unser verfügbares Einkommen zu steigern“, ergänzt der Private Equity-Junior. „Wir nutzen steuerfreie ISA-Konten, um darüber in Indextracker und Aktien zu investieren.“

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