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DZ und WGZ Bank vor der Fusion: Was die Genossen für die Mitarbeiter springen lassen

Bei den Genossen steht eine Elefantenhochzeit an.

Bei den Genossen steht eine Elefantenhochzeit an.

Die Konsolidierung des deutschen Bankensektors kommt einen großen Schritt voran. Noch heute wollen die DZ Bank und die WGZ Bank ihre Fusion verkünden. Mit einer gemeinsamen Bilanzsumme von fast 500 Mrd. Euro entsteht damit der nach der Commerzbank drittgrößte Bankenriese in Deutschland. Es handelt sich allerdings um eine Fusion unter Ungleichen. Während die DZ Bank-Gruppe fast 30.000 Mitarbeiter beschäftigt, sind es bei der WGZ Bank keine 1700.

Doch welche Auswirkungen hat die Fusion auf die Beschäftigten? Oft zieht ein solches Zusammengehen einen empfindlichen Stellenabbau nach sich. So fielen der Übernahme der Dresdner Bank durch die Commerzbank schon im ersten Schritt 9000 Jobs zum Opfer.

Die DZ Bank ließ eine ensprechende Anfrage bislang unbeantwortet. In der gemeinsamen Pressemitteilung ist von Kosteneinsparungen von 100 Mio. Euro die Rede. Dazu wollen die Banken Teile des Vertriebs zusammenlegen. “Außerdem bestehen Kostensynergien im Rahmen von Strukturen, Prozessen sowie Infrastrukturen, beispielsweise im IT-Bereich”, hieß es von den Banken. Damit dürfte bei den Instituten ein Personalabbau im Back Office anstehen, ähnlich wie bei der Deutschen Bank und der Hypo Vereinsbank. Bei der DZ Bank beträgt der Anteil des Personals an den Gesamtkosten gut 50 Prozent, womit die Mitarbeiter wahrscheinlich gut 50 Mio. der Kosteneinsparungen schultern müssen.

Dabei haben die beiden genossenschaftlichen Spitzeninstitute eigentlich kein Kostenproblem. Die Aufwands-Ertrags-Relation der DZ Bank lag im ersten Halbjahr bei gerade einmal 51,5 Prozent. Die Bank musste also für jeden Euro Ertrag keine 52 Cent ausgeben.

Die niedrige Kostenquote bedeutet jedoch nicht, dass es bei den beiden Banken keine Spitzenverdiener gebe. So weist die DZ Bank für 2014 sechs Mitarbeiter mit Vergütungen zwischen 1 bis 1,5 Mio. Euro aus und einen mit 2 bis 2,5 Mio. Euro. Bei der WGZ Bank gibt es zumindest einen Mitarbeiter, der zwischen 1,5 und 2 Mio. Euro kassierte.

Große Banken sind vom Gesetzgeber verpflichtet, die Vergütungen ihrer sogenannten Risikoträger offenzulegen. Dabei handelt es sich regelmäßig um die leitenden Mitarbeiter, die eine besondere Verantwortung für Erträge und Risiken tragen. Wir haben die Vergütungen dieser Mitarbeitergruppe in den unten stehenden Tabellen aufgeschlüsselt.


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