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Die neuen Managing Directors von Goldman Sachs aus Deutschland und der Schweiz

Goldman Sachs

Jetzt war es wieder einmal so weit. Alle zwei Jahre kürt Goldman Sachs die neuen Managing Directors. Dabei handelt es sich im Investment Banking um eine Art Abteilungsleiter. Wer es zum MD bringt, hat es in seiner Karriere geschafft. In 2015 hat die US-Bank 415 Mitarbeiter zu MDs befördert. Wir haben die öffentlichen Profile durchsucht und stellen hier die MDs vor, die aus Deutschland und der Schweiz zu stammen scheinen. Aus ihren Werdegängen lässt sich einiges über die Karrierewege bei Goldman Sachs ablesen:

Tobias Heilmaier hat von 1999 bis 2005 an der Uni Bamberg studiert und stieg noch in demselben Jahr als Analyst in der Investment Banking Division (IBD) der UBS ein. Nach rund zweieinhalb Jahren wechselte er zu Goldman Sachs. In rund zehn Jahren schaffte Heilmaier es in Frankfurt vom Berufseinstieg zum MD, was recht rasch ist. Sein Vorbild zeigt übrigens, dass man es auch von einer deutschen staatlichen Uni nach oben schaffen kann.

Christoph Heuer hat an der Uni Heidelberg, der Humboldt-Uni Berlin und der Columbia University New York studiert. 1999 bis 2002 war er Assistent des früheren Verteidigungsministers Rupert Scholz (CDU). Von 2004 bis 2014 arbeitete Heuer im Investment Banking von Goldman Sachs. Angesiedelt war er wohl ab 2008 in London, wofür seine Registrierung bei der britischen Finanzaufsicht FCA spricht. Erst im April 2014 wechselte er als Executive Director zu Goldman Sachs.

Moritz Jobke ist ein Beispiel dafür, wie sich eine Karriere im Wechsel von Strategieberatung und Investment Banking aufbauen lässt. Jobke hat von 1999 bis 2003 an der Uni St. Gallen studiert, und währenddessen ein Semester an der Stockholm School of Economics verbracht. Anschließend begann er seine Karriere bei Goldman Sachs. Nach knapp zwei Jahren wechselte er nach Boston, um an der Harvard Business School seinen MBA abzulegen. 2006 war er Summer Associate bei Goldman Sachs und 2007 startete er schließlich bei der European Special Situations Group von Goldman Sachs in London.

Über Marc Kurz ist wenig bekannt. Klar ist nur, dass er an der WHU in Vallendar bei Koblenz studierte, von der viele Investment Banker stammen. Anschließend fing der bei Goldman Sachs in Frankfurt an.

Michael Lötzsch hat BWL mit Schwerpunkt Finanzen an der WHU in Koblenz studiert. Anschließend stieg er bei Goldman Sachs in Frankfurt ein, wo er Karriere im Portfolio Management und der quantitativen Portfoliostrukturierung machte. Lötzsch ist MD im Wealth Management von Goldman Sachs, allerdings ist nicht ganz klar, ob er in Frankfurt oder Zürich tätig ist.

Von Matthias Ludemann (oder Lüdemann) ist lediglich bekannt, dass der von der Credit Suisse kam und in London tätig ist.

Pascal Mischler hat Wirtschaftswissenschaften an der Uni Lausanne und der HEC Lausanne studiert. Nach einer beruflichen Station zog es ihn 2010 ins Asset Management von Goldman Sachs, wo er im Genfer Sales arbeitet. Mischler bringt einen Chartered Alternative Investment Analyst (CAIA) mit. Mischlers Beispiel zeigt, wie wichtig Fortbildungen wie der CAIA für Sales-Karrieren mittlerweile sind.

Christian Müller-Glissmann studierte von 2000 bis 2005 BWL an der Uni Mannheim und verbrachte dabei einige Zeit an der Warwick Business School in England und der ESSEC Business School in Paris. Später hat er noch einen CFA abgelegt. Nach einem Praktikum in der Aktienanalyse stieg er im Juli 2005 im Derivategeschäft von Goldman Sachs in Frankfurt ein. Anschließend wechselte er nach London, wo er für Goldman Sachs in der europäischen Portfoliostrategie tätig ist. Die Uni Mannheim stellt ebenfalls eine Kaderschmiede fürs Investment Banking dar. Darüber hinaus zeigt sein Beispiel, wie wichtig Auslandsaufenthalte – schon während des Studiums – für die Karriere sind. Auch er schaffte es in zehn Jahren vom Berufseinstieg zum MD.

Über Tim Quandt lässt sich im Internet kaum etwas finden. Als gesichert kann lediglich gelten, dass er 2013 im Investment Banking von Goldman Sachs in New York anfing. Bei der britischen Finanzaufsicht FCA ist seit 2013 bei Goldman Sachs ein Tim Sven Herbert Quandt registriert. Dies mag Aufschluss über die Herkunft geben, denn bei Herbert und Sven Quandt handelt es sich um zwei Vertreter der Quandt-Familie, die zu den einflussreichsten deutschen Wirtschaftsklans zählen.

Auch über David Reis lässt sich im Internet wenig finden. Klar ist, dass er bei Goldman Sachs für Investitionen in europäische Technologieunternehmen zuständig ist. Als solcher sitzt er im Aufsichts- bzw. Beiräten von Internetunternehmen wie Windeln und Mister Spex. In der Vergangenheit scheint Reis für Merrill Lynch gearbeitet zu haben.

Martin Zoll hat an der Frankfurt School und an der University of New South Wales in Sydney studiert. 1999 begann er seine Karriere als Analyst in Fixed Income & Equity Portfolio Management bei JP Morgan. Nach gut vier Jahren wechselte er ins Aktienderivate-Geschäft von Goldman Sachs, wo er fast sechs Jahre blieb. Nach einer weiteren Station im Aktienderivate-Geschäft von Morgan Stanley kehrte er im September 2013 als Executive Director zu Goldman Sachs zurück. Zolls Beispiel lehrt, dass US-Investmentbanken besonders gerne ihr Personal von anderen US-Investmentbanken anheuern. Umso wichtiger ist der Berufseinstieg bei einer renommierten Adresse.


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