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HVB jubelt über sensationelles Ergebnis und bekräftigt Personalabbau

“Unsere Bank hat das erste Halbjahr 2011 hervorragend abgeschlossen”, jubelte der Chef der Hypo Vereinsbank (HVB) Theodor Weimer bei der Vorlage der Geschäftszahlen für das erste Halbjahr am heutigen Donnerstag (4. August). Weimer hat auch allen Grund zur Freude:

Während die meisten Banken mit schwachen Ergebnissen zu kämpfen hatten, konnte die Tochter der italienischen Unicredit Group ihr Vorsteuerergebnis im ersten Halbjahr um 75,2 Prozent auf 1,92 Mrd. Euro steigern.

Doch von dem Geldsegen ist bei den Mitarbeitern nichts angekommen. Denn der durchschnittliche Personalaufwand pro Kopf der 19.106 Beschäftigten sank leicht um 0,9 Prozent auf 47.995 Euro. So verringerte sich auch die Cost-Income-Ratio der Gesamtbank von 52,3 auf 47,8 Prozent.

Als Geldmaschine der Bank erwies sich abermals das Corporate & Investmentbanking, dass seinen Vorsteuergewinn um 75,7 Prozent auf 1,604 Mrd. Euro steigern konnte. Die Cost-Income-Ratio lag bei bescheidenen 31,9 Prozent.

Das Geschäft mit Privat- und Firmenkunden verbesserte sich von 5 auf 90 Mio. Euro, wobei die Cost-Income-Ratio bei 86,7 Prozent lag. Und das Vorsteuerergebnis des Private Bankings kletterte um 9,8 Prozent auf 56 Mio. Euro bei einer Cost-Income-Ratio von 56,9 Prozent.

Trotz der sprudelnden Gewinne will die HVB am geplanten Abbau von 700 Stellen festhalten. Als Grund führte HVB-Chef Weimer u.a. die prekären Geschäftsaussichten an: “Für das zweite Halbjahr erwarten wir allerdings ein noch volatileres Marktumfeld sowie eine nachlassende Wachstumsdynamik, auch wenn Deutschland mit seiner robusten Wirtschaft von diesem Trend nur schwächer betroffen sein wird.”

Laut der internen Email, mit der die HVB den Personalabbau ankündete, scheinen die Filialen ebenso wie die Vertriebspositionen von dem Kahlschlag verschont zu bleiben. Ebenso sind in der Münchner Hauptverwaltung die Bereiche des Chief Risk Officer, des Chief Financial Officer sowie des Chief Operating Officer ausgeschlossen, was die Bank auf die gestiegenen Regulierungsanforderungen zurückführte.

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