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20 englische Begriffe, ohne die keine Karriere im Banking auskommt

ECM

Blick in den Frankfurter Handelssaal der Deutschen Bank (Foto: Deutsche Bank)

Kaum eine Branche ist so angelsächsisch geprägt wie das Investment Banking. Kein Wunder, dass es nur so von Anglizismen wimmelt, wenn sich Investment Banker auf Deutsch – wohlgemerkt – unterhalten. Vieles davon ist auf den ersten Blick unverständlich, wird weder im Englisch-Unterricht, noch in BWL-Studium vermittelt, fast alles aber lässt sich mit wenigen Sätzen erläutern. Hier die wichtigsten 20 Begriffe, damit Sie mitreden können.

Analyst: Als Analysten werden im Investmentbanking die Berufseinsteiger gleich nach dem Studium bezeichnet. Sie dürfen nicht mit Aktienanalysten verwechselt werden. Normalerweise dauert die Analysten-Zeit drei Jahre. Heute wird sie aber immer öfter auf zwei Jahre verkürzt. Sie verbringen ihre Zeit meist mit der Recherche und Aufbereitung von Daten mittels Excel und PowerPoint.

Associate: Beim Associate handelt es sich üblicherweise um die Jahre vier bis sechs einer Karriere im Investment Banking.

CFA (Chartered Financial Analysts): Die verbreitetste Fortbildung in Investment Banking und Investment Management. Zur Vorbereitung werden 1000 Arbeitsstunden empfohlen. Bei jeder der drei Prüfungen fallen üblicherweise 60 Prozent der Teilnehmer durch.

DCM (Debt capital markets): Das Geschäft der Investmentbanken mit Fremdkapital wie etwa Unternehmensanleihen. Hierbei geht es weniger um den Handel von Unternehmensanleihen, sondern um deren Emittierung und Platzierung.

ECM (Equity capital markets): Das Geschäft der Banken mit Aktien. Dabei geht es nicht um den Aktienhandel, sondern um Börsengänge und Kapitalerhöhungen, die von Banken durchgeführt werden.

Equity research: Aktienanalyse.

Executive director: Die Karrierestufe zwischen Vice President und Managing Director. Der Director nimmt schon Führungsaufgaben wahr, stellt aber keinen Abteilungsleiter wie der Managing Director dar.

Face time: Anwesenheitszeit. Im Investment Banking sind die Arbeitszeiten schier endlos. Da der Mensch aber nur eine begrenzte Konzentrationsspanne mitbringt, sitzen viele junge Investmentbanker unproduktiv herum. Die Anwesenheitszeit (Face time) fällt daher regelmäßig höher als die produktive Arbeitszeit aus.

FICC (Fixed income, currencies and commodities): Das Geschäft mit festverzinslichen Wertpapieren wie z.B. Anleihen, Devisen und Rohstoffen.

FX (Forex): Devisenhandel

IBD (Investment banking division): Tatsächlich handelt es sich hierbei nur um einen Teil des Investment Bankings – nämlich um das Geschäft mit Fusionen und Übernahmen (M&A), Aktienemissionen (ECM) und Anleiheemissionen (DCM).

IPO (Initial public offering): Börsengang. Muss von einer Kapitalerhöhung unterschieden werden, bei der nur neue Aktien eines bereits gehandelten Wertes herausgegeben werden.

LBO (Leveraged buy out): Ein Begriff aus dem Private Equity-Universum. Derartige Private Equity-Fonds kaufen mit ihrem begrenzten Kapital ganze Unternehmen auf. Um die Kaufsumme zu erbringen, nehmen sie oft Kredite auf. Damit steigt die Rendite aber auch das Risiko für das Eigenkapital des Fonds.

M&A (Mergers and acquisitions): Fusionen und Übernahmen

Managing Director: Eine Art Abteilungsleiter im Investment Banking. Es handelt sich um die höchste Stufe der klassischen Investment Banking-Hierarchie. Nur eine Minderheit der Investment Banker schafft es in ihrer Karriere so weit.

PE (Private equity): Equity heißt eigentlich schlicht Eigenkapital. Im übertragenen Sinn wird der Begriff aber auch für Aktien benutzt, die ja nichts anderes als handelbares Eigenkapital sind. Private Equity-Fonds indes investieren in Unternehmen, die (noch) nicht an der Börse gehandelt werden. Oft handelt es sich dabei um mittelständische Firmen.

Pitch book: Verkaufsunterlagen. Investmentbanken arbeiten für Unternehmen Studien zu potenziellen Übernahmen und Fusionen von zumeist Konkurrenten aus. Dies geschieht regelmäßig in Form von Powerpoint-Präsentationen.

Sell side / buy side: Investmentbanken verkaufen üblicherweise Wertpapiere und werden daher auch als Sell side bezeichnet. Dagegen kaufen Fondsgesellschaften, Versicherungen, aber auch vermögende Privatkunden Wertpapiere, weshalb sie Buy side genannt werden. Die Kulturen unterscheiden sich oft beträchtlich.

Summer analyst: Eine hübschere Bezeichnung für einen Praktikanten, der auf Englisch übrigens Intern heißt.

Vice President: Nach etwa sechs Jahren wird man im Investment Banking zum Vice President befördert. Anders als der Name suggeriert, handelt es sich nicht wirklich um eine Leitungsfunktionen. Die meisten Investment Banker kommen über diese Karrierestufe nicht hinaus. Wer weiter gelangen möchte, muss sich eigene Geschäftsbeziehungen aufbauen.


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