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Banker strotzen nur so vor Gesundheit

Die Beschäftigten von Banken und Versicherungen scheinen geradezu vor Gesundheit zu strotzen. Laut dem jetzt veröffentlichten DAK-Gesundheitsreport 2011 belief sich der Krankenstand in dieser Berufsgruppe wie schon im Vorjahr auf 2,8 Prozent. Dagegen lag der durchschnittliche Krankenstand mit 3,4 Prozent empfindlich höher.

Unter den neun am häufigsten bei der DAK versicherten Berufsgruppen waren nur die Beschäftigten aus Bildung, Kultur und Medien seltener krank als Banker. Dort fehlten krankheitsbedingt lediglich 2,7 Prozent.

Dagegen scheint die Arbeit im öffentlichen Dienst der Gesundheit nicht gerade förderlich zu sein, denn dort belief sich der Krankenstand auf 4 Prozent, auf Platz zwei und drei des unrühmlichen Rankings folgen Verkehr, Lagerei und Kurierdienste sowie das Gesundheitswesen.

Quelle: DAK

Erstaunlicherweise war der Wirtschaftsaufschwung und die Belebung des Arbeitsmarktes in 2010 nicht von einem Anstieg der Fehlzeiten begleitet. “Die alte Faustformel, dass der Krankenstand steigt, wenn es der Wirtschaft gut geht und in Krisenzeiten wieder sinkt, ist heute nicht mehr haltbar”, heißt es bei der DAK.

Mit großer Sorge beobachtet die Krankenkasse den rapiden Anstieg von Fehlzeiten aufgrund psychischer Erkrankungen. So entfielen im abgelaufenen Jahr auf 100 Beschäftigte 152 Fehltage auf seelische Beschwerden, was einen Anstieg von 13,5 Prozent gegenüber 2009 bedeutet. “Damit machen Depressionen & Co heute ein Achtel des gesamten Krankenstandes aus und spielen eine fast doppelt so große Rolle wie noch 1998”, betont die DAK.

Welche Rolle der ausgeübte Beruf auf das seelische Befinden hat, stellte die DAK auch bei ihrer Schwerpunktstudie unter jungen Erwachsenen von 15 bis 29 Jahren fest.

“Die Inhalte der Arbeit beeinflussen besonders stark, wie zufrieden junge Erwerbstätige im Job sind. So sind immerhin 19 Prozent der jungen Erwerbstätigen, die nicht ihren Wunschberuf ausüben, mit ihrer Arbeit unzufrieden. Im Wunschberuf sind es lediglich drei Prozent”, heißt es weiter.

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