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Sergio im Glück: UBS-Investmentbanker kassieren fast 500.000 Franken pro Kopf

UBS-Chef Sergio Ermotti

UBS-Chef Sergio Ermotti

Während Credit Suisse und Deutsche Bank soeben erst einen umfassenden Umbau angekündigt haben, kann UBS-Chef Sergio Ermotti langsam die Früchte seiner im Oktober 2012 angekündigten Wende ernten. Damals zog sich der Schweizer Bankenriese aus dem Anleihehandel zurück und baute 10.000 Stellen ab.

In den ersten neun Monaten des Jahres strich der Konzern einen Vorsteuergewinn von 5,4 Mrd. Franken ein. Im Vorjahreszeitraum waren es lediglich 2,1 Mrd. Euro gewesen. Doch ein besseres Zeichen für die Gesundheit der Bank stellt die Aufwands-Ertrags-Quote von 77,8 Prozent dar. Ermotti musste für jeden Franken Ertrag also keine 78 Rappen auf dem Tisch legen. Für die nähere Zukunft rechnet die UBS mit einer Aufwandsquote von 65 bis 75 Prozent. Damit rückt trotz des herausfordernden Marktumfelds der Zielwert von 60 bis 70 Prozent in greifbare Nähe.

Am besten werden die Investment Banker bezahlt

Neuerdings weist die UBS in ihrem Quartalsbericht das Front Office gesondert von den unterstützenden Funktionen aus, die im Corporate Center gebündelt sind. Dies erlaubt interessante Einblicke in die Bezahlung namentlich der Front Office-Investment Banker. Für jeden dieser etwa 5300 Beschäftigten ließ der Konzern bislang in 2015 etwa 499.000 Franken springen. Im Vorjahreszeitraum waren es noch gut 468.000 Franken gewesen. Freilich handelt es sich bei diesen Werten nicht um Bruttovergütungen. Vielmehr sind hierin auch Arbeitgebernebenkosten wie Sozialabgaben enthalten.
Am unteren Ende der Nahrungskette befinden sich unterdessen die Mitarbeiter in den Filialen und in den unterstützenden Funktionen, die sich mit gut 129.000 bzw. knapp 127.000 Franken begnügen müssen.

Es sind wiederum die Investment Banker, die mit rund 342.000 Franken den höchsten Vorsteuergewinn pro Kopf generieren. Im Wealth Management (außerhalb Amerikas) und im Filialgeschäft sind es immerhin gut 230.000 bzw. knapp 252.000 Franken.

Am wirtschaftlichsten arbeiten das Filialgeschäft und das Wealth Management (außerhalb Amerikas) mit einer Aufwandsquote von 55,9 und 62,7 Prozent. Doch auch Investment Banking und Asset Management nähern sich mit 74,3 bzw. 72,3 Prozent dem Zielwert von 70 Prozent. Als einziges Sorgenkind bleibt somit das Wealth Management Americas mit einer Aufwandsquote von hohen 87,1 Prozent.


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