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Credit Suisse will 600 Investmenbanker feuern: Schweiz kaum betroffen

Nachdem sich die Ergebnisse auch im zweiten Quartal schlecht zu entwickeln scheinen, will die Credit Suisse dem Wall Street Journal zufolge 600 Investmentbankern den Laufpass geben. Doch von der Kündigungswelle dürften in der Schweiz lediglich ein Dutzend Mitarbeiter betroffen sein.

Demnach hat die Grossbank in London einen sogenannten Konsultations-Prozess in Gang gesetzt, wobei allein in der englischen Hauptstadt 100 Investmentbanker vor die Tür gesetzt werden sollen. Auch die USA werden vom Stellenabbau überproportional betroffen sein.

Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg sollen allein 40 Führungskräfte auf der Stufe eines Managing Directors oder Directors ihren Job verlieren. Allerdings hätten seit dem Jahreswechsel bereits fünf Banker dieser Karrierestufe das Institut verlassen.

Laut Brad Hintz, Analyst bei Sanford C. Bernstein, würden die Managing Directors überproportional gut bezahlt. “Man muss nicht viele Leute rauswerfen, man muss nur den teuren Leuten kündigen”, ergänzte Hintz. Allein auf diese Gruppe entfallen seiner Einschätzung nach 40 Prozent der Personalkosten. Hintz plädierte dafür, den Anteil der Managing Directors in Investmentbanken von 15 bis 20 Prozent auf nur noch 10 Prozent zu vermindern.

Mit dem Personalabbau reagiert die Credit Suisse auf die zuletzt mageren Ergebnisse im Investmentbanking. So purzelte der Vorsteuergewinn im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 25 Prozent auf nur noch 1,343 Mrd. Franken. Trotz der schlechten Zahlen wuchs die Mitarbeiterzahl im Investmentbanking um 4 Prozent auf 20.800 Beschäftigte.

Der Vorsteuergewinn pro Mitarbeiter stürzte somit um 28 Prozent auf gut 64.500 Franken ab, während der Personalaufwand pro Kopf mit rund 116.000 Franken auf Vorjahresniveau blieb.

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