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Michael Page sieht für Banker und Juristen trotz Finanzkrise Jobperspektiven

Die Finanzwelt liegt am Boden. Längst verlieren nicht nur Banker ihre Arbeitsplätze, auch Juristen müssen um ihre Jobs fürchten.

Für Olivier Lemaitre, Managing Director für Zentral- und Osteuropa bei der Personalberatung Michael Page, ist das Glas aber nicht halbleer, sondern halbvoll. Die Job-Perspektiven für alle, Berufsanfänger, Wechselwillige, Berufserfahrene und Jobsuchende seien zwar ernüchternd, aber auch nicht aussichtslos, sagte der Personalberater.

Arbeitssuchende oder wechselwillige Investmentbanker, aber auch Händler hätten zwar bei den großen Geschäftsbanken derzeit keine Chancen, so Lemaitre, aber wer sich flexibel zeige, habe auch in diesem schwierigen Arbeitsmarktumfeld Optionen.

“In diesen Tagen stehen vor allem kleinere Unternehmen als Gewinner der Krise dar. Vor allem bei sogenannten M&A-Boutiquen können Investmentbanker, Händler u.a. neue Perspektiven finden, wenn sie ein unternehmerisches Denken mitbringen”, weiß Lemaitre. Allerdings müsse man hier mit Gehaltseinbußen rechnen.

Neben den kleinen Finanz-Boutiquen bieten auch Unternehmensberatungen gute Job-Perspektiven. Lemaitre: “Banker finden insbesondere in den Strategieabteilungen der Beratungen neue Herausforderungen.”

Ähnlich schwierig sieht die Lage für Juristen aus. “Die juristische Beratung im Bereich der Verbriefungstransaktionen oder Börsengängen liegt brach. Die bestehende personelle Besetzung in diesem und ähnlichen Bereichen bei Kanzleien wird maximal reduziert, aber im weiteren Verlauf dieses Jahres eher nicht aufgebaut”, lautet die Einschätzung von Lemaitre.

Wer sich aber im Bereich Private Equity qualifiziert hat, könnte in kleineren Unternehmen oder auch Fonds neue Perspektiven finden. Besonders gut sieht es in den Bereichen Arbeitsrecht und der juristischen Beratung bei der Restrukturierung von Unternehmen aus. “Kanzleien wie Unternehmen suchen hier verstärkt gute Juristen.”

Das derzeitige wirtschaftliche Umfeld ist auch für Gehaltsverhandlungen nicht optimal. “In den ersten beiden Quartalen dieses Jahres warten viele Unternehmen die weiteren Entwicklungen erstmal ab. Insbesondere Young Professionals sollten sich in Geduld üben”, rät Lemaitre.

Hingegen können Berufserfahrene diese Situation auch für sich nutzen. “Einige Unternehmen sind eventuell bereit, mehr zu zahlen, wenn sie befürchten müssen, dass ihre strategisch wichtigen Mitarbeiter sich andere Optionen suchen könnten. “Top Leute werden immer gebraucht. Jedoch sollten Gehaltsverhandlungen auf dem Wissen um die wirtschaftliche Situation des Unternehmens aufbauen”, empfiehlt Lemaitre.

Berufsanfängern rät Lemaitre, sich nicht durch die aktuellen Entwicklungen verunsichern zu lassen.”Wichtig ist, seinen Weg grundsätzlich beizubehalten und sich nicht ganz den Marktschwankungen zu unterwerfen.”

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