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Hypo Vereinsbank lässt 11 Prozent mehr für Mitarbeiter springen

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Der angekündigte Stellenabbau kommt bei der Hypo Vereinsbank (HVB) zügig voran. Binnen eines Jahres sind bei der Tochter des italienischen Unicredit-Konzerns 1090 Stellen weggefallen, wie aus den am heutigen Donnerstag (6. August) veröffentlichten Halbjahreszahlen hervorgeht. Über 200 Filialen wurden dichtgemacht.

Der Stellenabbau schlägt bislang jedoch nicht auf das Ergebnis durch. Die Kosten lagen vielmehr gering über dem Vorjahresniveau. Der Personalaufwand kletterte sogar um 4,5 Prozent auf 924 Mio. Euro. Dies führte die HVB auf höhere Aufwendungen für die Altersvorsorge, Investitionen in die IT sowie höhere regulatorische Anforderungen zurück. Der Personalaufwand pro Kopf kletterte im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sogar um 11,3 Prozent auf 54.700 Euro. Allerdings ist unklar, wie viel davon auf Abfindungen für die ausscheidenden Mitarbeiter entfiel.

Beim Blick auf die Geschäftsentwicklung ergibt sich ein gemischtes Bild. Insgesamt stiegen die Erträge um 6 Prozent auf 2,4 Mrd. Euro. Die Aufwands-Ertrags-Quote verbesserte sich um 4 Prozentpunkte auf 75,2 Prozent. Für jeden Euro Ertrag musste das Institut also gut 75 Cent ausgeben. Das Vorsteuerergebnis lag mit 490 Mio. Euro indes knapp unter Vorjahresniveau.

Während die Erträge im Filialgeschäft nur marginal über dem Vorjahresniveau lagen, konnte das Corporate & Investment Banking seine Erträge um 15,7 Prozent auf 1,1 Mrd. Euro erhöhen. Den Erfolg verdankte die Sparte vor allem dem Handelsergebnis, das um die Hälfte in die Höhe schnellte.

Trotz der Niedrigzinsphase konnte die Hypo Vereinsbank den Zinsüberschuss, der für mehr als die Hälfte der Gesamterträge verantwortlich ist, mit 1,3 Mrd. Euro nahezu stabil halten. Dazu mussten die Münchner allerdings die Bilanzsumme um 13 Mrd. Euro auf 313,7 Mrd. Euro ausweiten.

Unterdessen verteidigte HVB-Chef Theodor Weimer abermals den Sparkurs: „Wir betrachten die niedrigen Zinsen, die volatilen Märkte und die zunehmenden regulatorischen Anforderungen als strukturelles und nicht als temporäres Phänomen. Entsprechend richten wir uns darauf aus.“


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