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Alles, was Sie über die Commerzbank-Ergebnisse wissen müssen

Foto: Julia Schwager, Commerzbank AG

Foto: Julia Schwager, Commerzbank AG

Bei der Commerzbank sprudeln die Gewinne wieder. Im ersten Halbjahr konnte der Konzern sein Vorsteuerergebnis um 73 Prozent auf 1 Mrd. Euro steigern. Der Reingewinn verdoppelte sich sogar gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 646 Mio. Euro. Aufs ganze Jahr gesehen strebt die Commerzbank ein Nettoergebnis von 1 Mrd. Euro an. Hier die wichtigsten Punkte aus dem Halbjahresbericht.

Mitarbeiter bekommen 2 Prozent mehr

Von dem Erfolg bekommen die Beschäftigten zumindest einen kleinen Teil ab. Der Personalaufwand pro Kopf erhöhte sich in den ersten sechs Monaten des Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2,1 Prozent auf knapp 39.500 Euro. Da in diesen Zahlen auch Arbeitgebernebenkosten wie Sozialabgaben enthalten sind, dürften die Bruttovergütungen um bis zu 20 Prozent niedriger liegen. Leider stellt die Commerzbank im Unterschied zur Deutschen Bank keine gesonderten Personalaufwendungen für die einzelnen Geschäftsbereiche zur Verfügung.

Investmentbanker können überzeugen

Die Gewinnmaschine der Commerzbank stellt traditionell das Mittelstandsgeschäft dar, das allein ein Vorsteuerergebnis von 636 Mio. Euro generierte. Das Investment Banking, das bei der Commerzbank unter Corporates & Markets fimiert, steuerte indes „nur“ 436 Mio. Euro bei.

Anders sieht dies aus, wenn man die Beschäftigung der Sparten berücksichtigt. Jeder Investmentbanker erwirtschaftete pro Kopf immerhin einen Vorsteuergewinn von über 226.000 Euro, womit die Sparte sogar zur Deutschen Bank aufschließen kann. Im Mittelstandsgeschäft sind es indes lediglich 108.000 Euro.

Besonders das Aktiengeschäft lief rund. Laut der Commerzbank hätten vor allem die Bereiche Equity Markets & Commodities (EMC) sowie Equity Capital Markets (ECM) geglänzt. Der Handel mit Aktien und Rohstoffen hätte sogar das beste Quartal in fünf Jahren erlebt. Dagegen lief das Geschäft mit festverzinslichen Wertpapieren und Währungen (Fixed Income & Currencies) schlecht. Damit folgt das Investment Banking der Commerzbank den Markttrends.

Von Personalabbau ist nicht viel zu sehen

Auffallend ist, dass die Beschäftigung bei der Commerzbank kaum zu sinken scheint. Laut dem Halbjahresbericht hat die Bank im Durchschnitt des ersten Halbjahres 49.810 Mitarbeiter beschäftigt, was gerade einmal 30 weniger waren als im Vorjahr. Die Investitionen in die Digitalisierung sowie zusätzliches Personal für die Regulierung scheinen sich positiv auf die Beschäftigungsentwicklung auszuwirken.

Das größte Plus mit beinahe 450 Stellen verzeichnete das Osteuropageschäft. Auch in der Mittelstandsbank findet ein leichter Personalaufbau statt. Dagegen werden im Filialgeschäft und im Back Office Stellen abgebaut, was die Bank allerdings seit langem angekündigt hat.

Erstmals wieder Dividende

Seit der Finanzkrise mussten die Aktionäre eine schwache Kursentwicklung und diverse Kapitalerhöhungen verkraften. Doch jetzt gibt es endlich wieder Licht am Ende des Tunnels: Die Commerzbank plant erstmals seit 2007 wieder eine Dividende zu zahlen. Das dürfte auch die Mitarbeiter unter den Aktionären freuen.


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