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Die neun besten Ausreden fürs Jobhopping

Jobhopping

Arbeitgeber mögen es gar nicht, wenn Bewerber allzu häufig das Unternehmen wechseln. Im deutschsprachigen Raum stellt dies sogar fast schon ein Tabu dar. Wer also zu viele Stationen in seinem Lebenslauf hat, muss auf kritische Fragen gefasst sein. Daher sollten sich Betroffene rechtzeitig intelligente Erklärungen zurechtlegen.

1. X „beeinträchtigte die Qualität meiner Arbeit“

Bei der Rechtfertigung einer allzu kurzen Station im Lebenslauf macht der Ton die Musik. „Wenn Sie sagen ‚Ich habe die Intrigen in der Bank gehasst‘, dann hört sich das nach einer schlechten Ausrede an. Wenn Sie aber sagen ‚Ich weiß, dass Politik überall dazu gehört. Trotzdem denke ich, dass das in dem Unternehmen ein wenig extrem war und die Qualität meiner Arbeit darunter litt‘, dann kommt das bei Recruitern viel besser an“, sagt Personalberater Han Lee von Lico Resources.

2. Mein Job wurde schnell verlagert

Personalberaterin Nichole Bidos von Huxley Associates beobachtet bei Banken den Trend zum Offshoring. „Wir haben mit einer Menge von Leuten zusammengearbeitet, die zu anderen Banken gewechselt sind, nur um festzustellen, dass ihre Jobs kurz darauf ausgelagert wurde.“

3. Im Nachhinein ist man immer schlauer

Ein schlechter Karriereschritt allein stellt noch keine Katastrophe dar. „Ich habe schon Leute im Vorstellungsgespräch gehabt, die schlechte Entscheidungen getroffen haben und sie bereut haben und denen es trotzdem gelungen ist, dies positiv zu wenden“, erzählt Recruiter James Carss von HFG. „Erst kürzlich hat mir jemand erzählt, dass er für mehr Geld gewechselt ist, nur um anschließend festzustellen, dass es sich um eine schlechte Motivation handelte. Er erzählte weiter, dass er aus dieser Erfahrung gelernt habe, sich einen Jobwechsel künftig genau zu überlegen.“

4. Ich bin mit meinem Vorgesetzten gewechselt

Akzeptabel ist weiterhin, wenn man als Teil eines Teams gewechselt ist. „Das kommt besonders häufig im Private Banking vor. Es zeigt, dass Sie ein Leistungsträger sind und Ihr Vorgesetzter Sie schätzt“, sagt Personalberater Kyle Blockley von KS Consulting. „Erklären Sie einfach nur, wieso der Wechsel des Teams auch aus Ihrer Sicht sinnvoll gewesen ist.“

5. Ich bin einer Kündigung zuvorgekommen

„Normalerweise handelt es sich um eine akzeptable Wechselmotivation, wenn Kandidaten von Offshoring oder Kündigungen gehört haben und sich um ihre Arbeitsplatzsicherheit sorgten“, sagt Recruiter Matthew Ng von Ambition. „Die potenziellen Arbeitgeber können dies nachvollziehen.“

6. Ich habe nach breiterer Erfahrung gesucht

Personalberaterin Christine Wright von Hays hält dies für eine sinnvolle Antwort, solange Sie dies detailliert erläutern können. „Sie müssen erläutern, dass der Job nicht die gleichen Pflichten und Verantwortlichkeiten mit sich brachte. Wenn Sie in anderen Gebieten wie Finance, Operations oder Risikomanagement gearbeitet haben, dann ist das eher nachvollziehbar.“

7. Ich bin zu meinen Stärken zurückgekehrt

Falls Sie auch zu den Investmentbankern zählen, die sich auf der Buy-side versuchten und rasch wieder ins Banking zurückgekehrt sind, dann sollten Sie zu Ihrem Fehler stehen. „Es ist o.k., ein Risiko einzugehen und etwas neues zu versuchen, auch wenn es nicht funktioniert“, meint Wright. „Machen Sie deutlich, dass Sie zu Ihrem vorhergehenden Beruf mit frischer Begeisterung zurückgekehrt sind.“

8. Die Person, die mich eingestellt hat, ist gegangen

„Ich kenne eine Reihe von Beispielen, als jemand bei einer Bank angefangen hat, nur um festzustellen, dass der einstellende Manager einige Tage später in ein anderes Team gewechselt ist“, erzählt Personalberater Chris Jackson von Pure Search. „Das kann besonders schwierig werden, wenn der Manager einen Hauptgrund für den Wechsel darstellte und wenn Sie zu Ihrem neuen Vorgesetzten nicht das gleiche Verhältnis haben und er nicht an Ihrer Einstellung beteiligt war. So etwas kann schon dazu führen, dass Kandidaten während der Probezeit wieder gehen.“

9. Meine Abteilung wurde unterbewertet

Recruiter Steve Hutchinson von Sterling Andersen berichtet, dass Bewerber gelegentlich anführen, dass die Arbeit ihrer Abteilung intern nicht angemessen gewürdigt wurde. „Mir haben beispielsweise Compliance-Kandidaten erzählt, dass das Unternehmen eine schlechte Führungskultur hatte und ein schlechtes höheres Management aufwies. So habe es einige Praktiken gegeben, die zu Problemen mit den Regulierungsbehörden führten“, sagt Hutchinson.

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