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Blick ins Portemonnaie: Was die UBS im ersten Halbjahr für ihre Mitarbeiter springen ließ

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Vor Steuern hat die UBS im zweiten Quartal 1,7 Mrd. Franken verdient, was gegenüber dem Vorjahresquartal ein Plus von 44 Prozent darstellt. Hauptgewinnquelle stellte wieder einmal das Wealth Management dar, wie die Bank am heutigen Montag (27. Juli) mitteilte. Doch auch im Schweizer Filialgeschäfts klingelte die Kasse. Die Märkte zeigten sich allerdings enttäuscht; die Aktie gab im Vormittagshandel leicht nach.
Die Mitarbeiter dürfen sich über höhere Gehälter bzw. Boni freuen. Im Durchschnitt ließ die UBS im ersten Halbjahr für jeden Beschäftigten etwa 139.000 Franken springen, was immerhin 7 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum waren. Der Personalaufwand ist jedoch nicht mit den Bruttovergütungen gleichzusetzen, da hierin auch noch Arbeitgeber-Nebenkosten wie Sozialabgaben enthalten sind.
Das meiste Geld verdienten die Investmentbanker mit einem Personalaufwand pro Kopf von gut 375.000 Franken, was ein Plus von 8,5 Prozent darstellt. Die Zahlen sehen allerdings höher aus als sie tatsächlich sind. Denn die UBS weist in der Sparte nur das Front Office-Personal aus. Die unterstützenden Funktionen sind hingegen im Coporate Centre mit seinen gut 23.000 Mitarbeitern versteckt.

Die Wealth Manager auf dem amerikanischen Doppelkontinent durften sich sogar über eine Anhebung von nominell 10,9 Prozent freuen. Sowohl im Investment Banking als auch im Wealth Management Americas erfolgt die Bezahlung hauptsächlich in Dollar, was die Gehaltssteigerung auf Frankenbasis nach oben verfälscht. So liegt das Plus im Wealth Management Americas auf Dollarbasis nur noch bei 4,7 Prozent.

Das Wealth Management-Geschäft der UBS fällt auf dem amerikanischen Doppelkontinent deutlich geringer als im Rest der Welt aus. So steuert jeder amerikanische Kollege durchschnittlich keine 34.000 Franken zum Konzernergebnis bei. Im übrigen Wealth Management liegt dieser Wert mit gut 128.000 Franken fast viermal so hoch. Bei den Gehältern haben indes die amerikanischen Mitarbeiter die Nase vorn.
Den höchsten Vorsteuergewinn pro Kopf wies jedoch das Investment Banking mit knapp 254.000 Franken aus, wobei auch hier das herausgerechnete Back Office die Daten verfälscht. Besonders interessant ist die hohe Profitabilität des Schweizer Filialgeschäfts. Jeder Beschäftigte in Retail & Corporate generierte einen Vorsteuergewinn von immerhin 162.000 Franken.

Kein Wunder, dass das Filialgeschäft bei der Kostenquote mit 56,5 Prozent ganz vorn liegt. Für jeden Franken Ertrag musste die Sparte also lediglich 56,5 Rappen ausgeben. Auch das Wealth Management kann sich mit einer Quote von 60,6 Prozent sehen lassen.


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