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Neue Chancen trotz Finanzkrise

Den internationalen Entlassungswellen in manchen Bereichen des Investmentbankings zum Trotz bietet die Finanzbranche weiterhin gute Karriere-Chancen. “Viele Unternehmen der Finanzindustrie spüren die Notwendigkeit von Vertriebs- und Produktinnovationen”, erklärt Joachim Skura, Seniorberater der Practice Group Financial Services & Real Estate bei Kienbaum Executive Consultants.

Der erfahrene Personalberater ist sich sicher, dass der Arbeitsmarkt in der Finanzbranche weiterhin Chancen bietet. “Der Bedarf an Führungskräften und Spezialisten, die den Unternehmen neue Impulse geben, steigt trotz oder gerade wegen der Finanzkrise weiter”, so Skura.

Auch die Mitglieder des Bundesverbands Personalvermittlung e.V. (BPV) zeigen sich in einer aktuellen Umfrage des Branchenverbands überzeugt, dass in der Finanzbranche in vielen Bereichen weiterhin Personalmangel vorherrscht. Ein Großteil der Befragten weist darauf hin, dass im Finanzwesen neben Ingenieurwesen, IT-Berufen sowie Vertrieb und Marketing besonderer Personalmangel herrsche.

Kandidatenmangel und war for talents

“Der Stellenmarkt ist stark in Bewegung, in immer mehr Bereichen herrscht eher Kandidatenmangel, bis hin zum war for talents'”, weiß Anke Peiniger, Vorstandsvorsitzende des BPV und Geschäftsführerin der Peiniger Personalberatung GmbH in Solingen. Dieser Trend werde sich angesichts der weiterhin positiven Konjunkturprognosen und den Folgen des demografischen Wandels fortsetzen.

Auch unter den Banken selbst herrscht Optimismus bezüglich der Beschäftigung: Jede dritte Bank will einer Umfrage von Ernst & Young unter 121 deutschen Banken zufolge mehr Mitarbeiter einstellen, 88 % der Befragten erwarten, dass die Zahl der Mitarbeiter ihrer Bank in den kommenden sechs Monaten mindestens konstant bleibt. Lediglich 12 % wollen die Zahl der Beschäftigten verringern.

Dem entgegen wirken könnte allerdings eine deutlich sinkende Zahl von Banken in Deutschland. Die von Ernst & Young befragten Bankmanager erwarten in großer Übereinstimmung, dass es zu einer deutlichen Konsolidierung im deutschen Bankensektor kommen wird. Verkäufe wie die von Postbank, Citibank oder Dresdner Bank und geplante Fusionen wie die von WGZ und DZ Bank machen dies wahrscheinlich.

Dies dürfte zu weiteren Wanderungsbewegungen von Bankern innerhalb des Sektors führen. “Gerade von den anstehenden Fusionen im Bankenbereich erwarten wir ganz erhebliche Stellenstreichungen im mittleren Management”, erklärt Christian Göttsch, Geschäftsführer des Karrieredienstes Experteer.

Angesichts der anhaltenden Personalnachfrage in bestimmten Bereichen des Banken- und Finanzwesens sollte jedoch – entsprechende Flexibilität vorausgesetzt – einer neuen beruflichen Chance nichts im Wege stehen. “Die möglicherweise Betroffenen sollten frühzeitig ihre Optionen prüfen. Dabei sollten sie natürlich auch Positionen in Betracht ziehen, die außerhalb der eigenen Branche liegen”, rät Göttsch.

Kommentare (1)

Comments
  1. Die Damen und Herren Personalvermittler malen da wohl etwas zu rosarot – ich lese derzeit immer nur von fusionsbedingten Entlassungen. Von Personalnotstand ist wenig zu lesen – und zu merken…

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