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Sechs wissenschaftliche Tipps, damit sich Arbeitgeber in Ihren Lebenslauf verlieben

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Falls Sie nach Bewerbungen regelmäßig E-Mails erhalten, die mit „Leider…“ beginnen, dann liegt das vielleicht nicht nur am Inhalt, sondern auch an der Gestaltung Ihres Lebenslaufes. Bevor Sie also verzweifeln, sollten Sie die unten dargestellten Tricks versuchen, um Ihren Lebenslauf auf Vordermann zu bringen.

1. Der Trick mit den Applicant Tracking-Systemen

Nicht jeder, der Ihren Lebenslauf prüft, muss aus Fleisch und Blut bestehen. Vielmehr gibt es Computer-Programme, die nur den Willen ihres Auftraggebers ausführen. Der Einsatz solcher „Applicant Tracking Systeme“ (ATS) ist nicht ganz neu, allerdings werden sie zunehmend ausgefeilter. So genügte es in der Vergangenheit oft, seinen Lebenslauf mit den Schlüsselwörtern aus dem Anforderungsprofil aufzufüllen. Doch heutzutage operieren diese Systeme auf semantischer Basis. Es wird also nach Stichwörtern gesucht, die in einem Zusammenhang zueinander stehen. Wenn Sie beispielsweise gleichzeitig die Programmiersprache Java und die Datenbanksprache SQL angeben, dann steigen Ihre Auswahlchancen, da viele Java-Programmierer auch Kenntnisse in SQL mitbringen. Daher sollten Sie nicht nur die Schlüsselbegriffe angeben, sondern auch andere wichtige Begriffe aus dem Kompetenzfeld.

2. Der Trick mit der Persönlichkeit

Irgendwann im Bewerbungsprozess bekommt endlich auch ein menschliches Wesen Ihren Lebenslauf zu sehen. Doch Menschen verfügen gegenüber ihren elektronischen Kollegen über ganz eigene Nachteile: Sie neigen zu Vorurteilen.

Laut einer Studie der Central Michigan University und der Wright University in den USA schließen Personalberater gerne aus den Angaben in Ihrem Lebenslauf auf Ihre Persönlichkeit zurück. Aus einem höheren akademischen Abschluss schließen sie also nicht nur auf Ihre geistigen Fähigkeiten, sondern auch auf Gewissenhaftigkeit. Bei langer Berufs- und Führungsverfahrung besteht wiederum das Risiko, dass Sie als wenig angenehme Persönlichkeit wahrgenommen werden. Diese „gefühlte Persönlichkeit“ kann Einstellungsentscheidungen sehr wohl beeinflussen.

Falls Sie also nur über einen mittelmäßigen akademischen Abschluss verfügen, müssen Sie mit Ihrer Berufs- und Führungserfahrung umso mehr punkten. Wenn Sie viele Management-Aufgaben in Ihrem Lebenslauf vorweisen können, dann sollten Sie beispielsweise durch Teamsportarten bekräftigen, dass Sie sozial umgänglich sind. In jedem Fall sollten Sie kritisch untersuchen, welchen Gesamteindruck Ihr Lebenslauf bei den Adressaten hinterlässt und ggf. gegensteuern.

3. Verneinen Sie Vorurteile

Menschen neigen zu Vorurteilen – auch dieser Umstand lässt sich einsetzen. So hat ein Soziologe der Universität Princeton herausgefunden, dass wer Schwarze und Schwule diskriminiert, nicht unbedingt einen schwarzen Schwulen diskriminiert. Dies führt der Soziologe auf den Umstand zurück, dass sich die Eigenschaften gegenseitig ausschließen, die Schwulen und Schwarzen zugeschrieben werden. Die Schwulenklischees wie „weiblich, schwach und einfühlsam“ widersprechen dem Schwarzenklischee, wonach Menschen dunkler Hautfarbe angeblich „bedrohlich“ seien. Die Verbindung sich ausschließender Klischees kann also Vorurteile abbauen.

4. Wann ein Foto in den Lebenslauf gehört

In Deutschland und der Schweiz sind Bewerbungsfotos üblich, nicht jedoch in den angelsächsischen Ländern. Doch wann sollten Kandidaten Fotos einsetzen und wann nicht? Untersuchungen kommen zum Ergebnis, dass Fotos von überdurchschnittlichen Bewerbern besonders erfolgreich sind, wenn diese mit einer hohen Qualifikation und einschlägiger Berufserfahrung einhergehen. Falls der Lebenslauf jedoch durchschnittlich ist, dann stellt auch ein attraktives Foto keinen Vorteil dar.

5. Erwähnen Sie eine renommierte Uni, auch wenn Sie dort nur einen Sommerkurs verbracht haben

Viele Banken benutzen sogenannte Applicant Tracking Systeme. Diese sind gelegentlich so programmiert, dass sie automatisch Lebensläufen einen Vorrang einräumen, auf denen die Namen der Zielunis des jeweiligen Unternehmens auftauchen. Wie nicht anders zu erwarten, sind dies oftmals die besonders klingenden Namen. Aus diesem Grund macht es Sinn den Namen von z.B. Berkeley zu erwähnen, auch wenn Sie dort nur einen Sommerkurs besucht haben.

6. Wie Sie bei Amis und Briten mit Höflichkeit punkten

Weiter bekräftigen Untersuchungen, dass die richtigen Höflichkeitsformeln die Chancen auf eine Einstellung erhöhen. Dabei gilt es bei Bewerbungen in London oder an der Wall Street einige Besonderheiten zu beachten. Das betrifft zwar mehr die Anschreiben, ist aber dennoch relevant.

Demnach sollte ein Kandidat (auch) in englischsprachigen Bewerbungen zum Ausdruck bringen, dass der Kandidat bereit ist, Verantwortung zu übernehmen und pro-aktiv den Kontakt sucht. Nutzen Sie also Formulierungen wie: „I am looking forward to discussing the opportunity to join your organization“ oder „I am very interested in becoming a part of this project”

Bei einem englischsprachigen Anschreiben komme es darauf an, Interesse zu zeigen, ohne gleich Eindruck schinden zu wollen. Angelsächsische Recruiter wollen keine Anspielung auf den sozialen Rang lesen und bevorzugen schlichte Ausstiegsformeln wie „Your consideration of my qualifications is appreciated“, „Thank you for your consideration“ und „I look forward to hearing from you soon.“ Bei akademischen Titeln ist weniger oft mehr und die Anrede mit dem Vornamen ist ganz normal.

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