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Zehn Tricks, um von einem Headhunter gefunden zu werden

Banking resume

Längst nicht alle offenen Jobs werden ausgeschrieben. Manche Arbeitgeber scheuen den Arbeitsaufwand eines Bewerbungsprozesses oder finden einfach nicht die richtigen Kandidaten, so dass sie Personalberater mit der Suche beauftragen. Doch wie können Banker und andere Finanzprofis ihre Chancen steigern, bei diesem Stellensegen von Recruitern berücksichtigt zu werden? Dazu gibt es ein paar einfache Tricks:

1. Suchen Sie nach spezialisierten Personalberatern

Die Chancen von einem Personalberater angegangen zu werden, fallen deutlich größer aus, wenn Sie bereits eine langfristige Beziehung aufgebaut haben. Dazu müssen Sie nicht einmal aktiv auf der Suche nach einer neuen Herausforderung sein, betont Personalberater Jeremy Poh von Taylor Root. Am besten funktioniere es, zwei oder drei Headhunter direkt zu kontaktieren, die sich auf Ihr Berufsfeld spezialisiert haben. Weniger erfolgreich sei es hingegen, einfach die Zentrale eines großen Personalvermittlers anzurufen und sich weiterleiten zu lassen. Denn dann laufen Sie Gefahr, dass lediglich ihre Daten abgegriffen werden und in einer großen Datenbank verschwinden.

2. Erläutern Sie Ihre Karrierepläne

Der nächste entscheidende Schritt besteht im persönlichen Treffen mit einem Personalberater. Headhunter Daniel Warwick von Eames Consulting empfiehlt, dem Berater zunächst die eigenen Karrierepläne zu erläutern. Viele Recruiter hätten allerdings Probleme mit Kandidaten, deren Karrierevorstellungen zu breit oder zu vage ausfielen.

3. Bleiben Sie im Kontakt

Damit sich der Recruiter sofort an Sie erinnert, sobald ein passendes Jobangebot auf seinem Schreibtisch landet, müssen Sie den Kontakt pflegen. Dazu müssen Sie den Berater jedoch nicht jede Woche mit E-Mails oder Anrufen belästigen. Laut Personalberater Richard Aldridge von der Black Swan Group genüge es vollkommen, sich einmal im Monat beim Berater zu melden.

4. Halten Sie Ihren Lebenslauf auf dem Laufenden

Falls der jeweilige Recruiter nicht über ein aktuelles Exemplar Ihres Lebenslaufes verfügt, dann weiß er womöglich nicht über Ihre jüngsten beruflichen Erfolge Bescheid. Da Erfolge häufig ausschlaggebend für eine erfolgreiche Bewerbung sind, ist das mehr als suboptimal. „Auch wenn Sie sich gar nicht auf einen neuen Job bewerben wollen, sollten Sie uns einen aktuellen Lebenslauf mit den jüngsten Erfolgen zusenden, sobald das möglich ist“, erläutert Headhunter Craig Brewer von der Five Ten Group. „Vielleicht haben Sie gerade Ihren CFA bestanden, Ihre Vertriebsvorgaben übertroffen oder wurden befördert. So etwas ist immer gut, denn dann kann man einem Kunden einen Leistungsträger präsentieren.“

5. Zeigen Sie sich flexibel

Falls Sie sich in der Vergangenheit als starrköpfig oder unflexibel erwiesen haben, dann stehen Sie bei Personalberatern nicht an vorderster Stelle. Vielmehr bevorzugen Headhunter Kandidaten, die sich aufgeschlossen für neue Chancen zeigen. „Erfolgreich vermittelte Kandidaten haben sich vorher bei Ihren Karrierewünschen flexibel und realistisch gezeigt“, sagt Brewer. „Wir kommen auf Sie zurück, wenn Ihre Erwartungen dem Arbeitsmarkt entsprechen.“

6. Stellen Sie die Gehaltfrage zurück

Viele Recruiter scheuen es, wenn die Gehaltsfrage den gesamten Vermittlungsprozess dominiert. Daher machen Sie um Kandidaten einen großen Bogen, denen es allein ums liebe Geld geht. Wenn Sie sich mit einem Personalberater treffen, um Ihre Karrierepläne zu besprechen, dann sollten Sie also nicht als erster nach einem größeren Vergütungspaket fragen“, warnt Aldridge.

7. Tauchen Sie bei den Suchergebnissen ganz oben auf

Selbst wenn Sie sich nicht pro-aktiv um eine Beziehung zu einem Headhunter bemühen, können Sie doch auf deren Radar erscheinen. Denn viele Recruitmentunternehmen verfügen über eigene Researcher, die sich in sozialen Netzwerken und anderswo nach passenden Kandidaten umschauen. „Oft ergibt eine LinkedIN-Recherche mehr als 1000 Leute und meistens müssen wir noch etwas anderes erledigen, bevor wir die Recherche beenden können. Um gefunden zu werden, sollten Sie es mit Ihrem Profil auf die erste oder zweite Seite der Suchergebnisse schaffen“, betont Headhunterin Kate Reid von der Eximus Group.

8. Verwenden Sie einschlägige Schlüsselwörter

Doch wie gelangt man in der Ergebnisliste nach ganz oben? Dazu sollten Sie die Keywörter recherchieren, mit denen ein Recruiter nach entsprechenden Kandidaten sucht. Oft handelt es sich dabei um Funktionsbeschreibungen wie „Compliance“ oder aber um bestimmte Kompetenzen wie etwa „Java“. Diese sollten Sie auch in Ihren Profilen auf LinkedIN oder Xing verwenden. „Dabei müssen Sie aber konkret vorgehen. Recherchieren Sie die Anforderungen der Stelle, die Sie anstreben, anschließend bringen Sie diese mit Ihrer jüngsten Berufserfahrung in Einklang“, ergänzt Personalberater Ben Tang von Randstad. „Banken suchen nach ganz bestimmten Kompetenzen. Zum Beispiel handelt es sich bei ‚Trade Surveillance‘ und ‚Transaction Monitoring‘ derzeit um gesuchte Schlüsselwörter in Compliance.“

9. Übertreiben Sie es nicht mit Ihren Kompetenzen

Falls Sie sich in einem Gebiet umfangreiche Kompetenzen angeeignet haben, die für Ihrem aktuellen Job und Ihre Karriereambitionen irrelevant sind, dann sollten Sie Ihre Online-Profile auch damit nicht vollstopfen. Auf diese Weise verwirren Sie lediglich Recruiter, die wenig Zeit haben, um Ihre Stärken zu bewerten. „Bei dem Motto: ,Viel hilft viel‘ handelt es sich um ein falsches Verständnis der Stellensuche. Ein Profil mit überflüssigen Keywörtern hochzuladen, erhöht keineswegs Ihre Chancen von einem Recruiter entdeckt zu werden. Es besteht sogar die Gefahr, dass Sie Ihre eigene Glaubwürdigkeit untergraben. Nehmen Sie nur fünf bis sieben Schlüsselkompetenzen auf“, rät Tang.

10. Verfügen Sie über glaubhafte Kontakte

Auch wenn die richten Schlüsselbegriffe in einem beruflichen Netzwerk die Aufmerksamkeit von Recruitern wecken, können Sie dennoch rasch aussortiert werden, wenn Ihr Profil wenig glaubhaft wirkt. „Ich prüfe immer, welche anderen beruflichen Kontakte jemand in seinem Netzwerk hat und ich achte darauf, ob sie relevant und glaubwürdig sind, bevor ich auch nur in Erwägung ziehe, jemanden zu kontaktieren“, erläutert Personalberaterin Angela Kuek von der Meyer Consulting Group.

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