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Die Wiederauferstehung des Alexander Dibelius: Ist CVC in Frankfurt ein Refugium für Goldman Sachs-Veteranen?

Alexander Dibelius hat es wieder geschafft.

Alexander Dibelius hat es wieder geschafft.

Erst vor einer Woche bestätigte Goldman Sachs den Abgang ihres ehemaligen Deutschland-Chefs Alexander Dibelius. Immerhin 22 Jahre hatte der 55järhige für die ebenso bewunderte wie umstrittene US-Investmentbank gearbeitet. Doch Dibelius‘ Verschwinden im Karriere-Nirvana sollte nicht lange währen. Bereits heute meldete das Handelsblatt seine Auferstehung. Dibelius soll noch in diesem Jahr bei der britischen Private Equity-Gesellschaft CVC als Chef für das Geschäft in Deutschland, Österreich und der Schweiz anfangen. Arbeitsort ist demnach Frankfurt. Umziehen muss Dibelius für seinen Arbeitsort jedenfalls nicht. Denn während Goldman Sachs im schicken Messeturm residiert, befinden sich die CVC-Büros in der Bockenheimer Landstraße.

Auch an die neuen Kollegen muss sich Dibelius sicher nicht gewöhnen. Denn Dibelius unterhält nicht allein ein gutes Verhältnis zu CVC-Gründer Steven Koltes – wie die Medien berichten. Vielmehr stammt die Hälfte der Frankfurter Mitarbeiter von CVC von Goldman Sachs – zumindest soweit sie auf der Website auftauchen. Aus ihrem Werdegang kann man wichtige Schlüsse ziehen, wie Karrieren in Private Equity in Deutschland gelingen.

Daniel Pindur, Managing Director

Daniel Pindur hat 2002 die Privathochschule WHU in Vallendar bei Koblenz als Diplomkaufmann abgeschlossen. Schon zuvor hatte er im Jahr 2000 einen Master of Finance an der Stockholm School of Economics erworben. Die Ausbildung scheint sich gelohnt zu haben: Jedenfalls begann Pindur seine Karriere als Analyst bei Goldman Sachs. Bereits nach gut zwei Jahren gelang ihm der Absprung zu CVC Capital Partners, wo er seither beschäftigt ist. Mittlerweile hat er es dort zum Managing Partner gebracht. Ganz nebenbei hat Pindur noch 2005 an der Uni Ulm mit einer einschlägigen Arbeit promoviert. Ihr Titel lautet: „Value Creation in Successful LBOs.“

Stefan Moosmann, Director

Auch Stefan Moosmann hat seine Ausbildung an einer Privathochschule genossen. 2005 hat er einen Master of International Management an der Thunderbird School of Global Management erworben, 2006 folgte der Diplomkaufmann von der European Business School in Oestrich-Winkel. In 2008 startete Moosmann seine Karriere als Analyst bei Goldman Sachs. Nach gerade einmal einem Jahr und neun Monaten begann er bei CVC Capital Partners in Frankfurt.

Fritz Schulenburg, Investment Executive

Schulenburg hat an der Uni Wien und der London School of Economics studiert und besitzt sowohl einen Abschluss in Kunstgeschichte als auch in Volkswirtschaftslehre. Kurz nach einem zweimonatigen Praktikum bei Goldman Sachs in Frankfurt begann er im September 2002 als Analyst bei der gleichen Adresse. Nach gut zwei Jahren bei Goldman Sachs und einer gut einjährigen Zwischenstation bei One Equity Partners ist Schulenburg im November 2013 zu CVC gegangen.

Fazit

Es muss nicht extra erwähnt werden, dass alles drei ihre Grundausbildung im Investment Banking in der Ära Dibelius bei Goldman Sachs erhalten haben. Ob sie sich freuen, künftig an ihren ehemaligen und neuen Chef berichten zu dürfen, muss dahingestellt bleiben.

Diese kurze Zusammenstellung scheint geradezu ein Erfolgsrezept für Karrieren in der Private Equity-Branche darzustellen: Alle drei bringen ein wirtschaftlich ausgerichtetes Studium an Privathochschulen mit, haben Teile ihrer Ausbildung im Ausland verbracht und rund zwei Jahre als Analysten bei Goldman Sachs gearbeitet.

Auffallend ist, dass alle recht früh in ihrer Karriere in die Private Equity-Branche gewechselt sind. Offenbar scheint es schwerer zu fallen, in mittleren Karrierejahren dort beruflich unterzukommen. Chancen scheinen sich erst wieder zu bieten, wenn man – wie Dibelius – auf eine glänzende Karriere im Investment Banking zurückblickt und sich langsam auf sein Altenteil vorbereitet.


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