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Commerzbank verkauft niederländische Dresdner-Bank-Tochter ans Management

Die Commerzbank hat ihre niederländische Fondsverwaltungs-Tochter Dresdner VPV NV verkauft und damit eine Forderung der EU-Kommission erfüllt.

Das eigene Management des Nischenanbieters übernehme die Anteile der Commerzbank, teilte die zweitgrößte deutsche Bank am Montag mit. Über die Details der Transaktion sei Stillschweigen vereinbart worden. Ende 2008 verwaltete die Gesellschaft mit ihren 60 Mitarbeitern ein Vermögen von 1,2 Mrd. Euro.

Die Veräußerung des auf unterbewertete kleine und mittlere Unternehmen in Hongkong und den Niederlanden spezialisierten Vermögensverwalters war eine Auflage der EU-Kommission für die Gewährung der Milliardenhilfen, die die Commerzbank vom Staat bekommen hatte. Eigentlich hätte sie dafür bis Ende 2011 Zeit gehabt.

Weitere Töchter wie Kleinwort Benson Private Bank oder das Münchener Bankhaus Reuschel & Co. stehen ebenfalls auf der Verkaufsliste. Für beide laufen derzeit Bieterverfahren, die Finanzkreisen zufolge auf großes Interesse stoßen. Bis 2014 muss sich die Commerzbank auf Geheiß der EU zudem von ihrem verlustreichen Immobilienfinanzierer Eurohypo trennen.

Die Commerzbank hat nach der Übernahme der Dresdner Bank Anfang des Jahres unabhängig von der EU-Entscheidung mehrere Tochterfirmen zum Verkauf freigegeben. Sie will sich stärker auf ihre Kerngeschäfte Privatkunden, Mittelstandsfinanzierung und Osteuropa konzentrieren.

Um unter anderem die Übernahme der Dresdner zu stemmen, erhielt die Commerzbank in zwei Schritten 18,2 Milliarden Euro frisches Kapital vom Staat. Dieser ist nun mit 25 Prozent plus einer Aktie größter Aktionär des Instituts.

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