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Der perfekte Karrierepfad im Banking

Manche Dinge sind reichlich offensichtlich, wenn es um die Arbeitswelt im Investmentbanking geht. Dazu zählen eine Top-Hochschule zu besuchen, tadellos Noten zu erhalten und bei einer 1A-Adresse zu beginnen. Doch was passiert anschließend?

1) Bleiben Sie für zwei oder besser drei Jahre

Gleich ob Sie in der “Investment Banking Division” (IBD) oder in “Sales and Trading” arbeiten, dann sollten Sie nach der übereinstimmenden Meinung der meisten Recruiter rund drei Jahre in Ihrem ersten Job verbringen – soweit das möglich ist.

“Es gibt nur wenige Abkürzungen zum Erfolg und bevor Sie einen Jobwechsel zur Beschleunigung Ihrer Karriere unternehmen, sollten Sie die Analysten-Stufe hinter sich bringen”, sagt Logan Naidu von Cornell Partnership.

“Wir haben schon Leute gesehen, die innerhalb von 18 Monaten ihren Arbeitsplatz drei Mal gewechselt haben”, ergänzt Naidu. “Falls Sie aufsteigen, kann sich dies zu Ihrem Vorteil entwickeln. Doch falls Sie dann – aus welchem Grund auch immer – entlassen werden, kann ein häufiger Jobwechsel schlecht aussehen.”

2) Überlegen Sie, ob Sie sich nach drei Jahren außerhalb des Bankings umsehen

Falls Sie im IBD arbeiten, dann sollten Sie im dritten Jahr darüber nachdenken, sich für Associate-Positionen in Private Equity-Fonds zu bewerben. Sofern Sie im Private Equity arbeiten wollen und schieben das weiter auf, dann müssen Sie wahrscheinlich solange warten, bis Sie ein Vice President sind. An diesem Punkt können Sie als Director ins Private Equity wechseln. Doch seien Sie gewarnt: Es gibt auf diesem Niveau weniger Gelegenheiten als auf den niedrigeren Karrierestufen.

Wenn Sie in “Sales and Trading” arbeiten, dann könnten Sie im dritten Jahr in der Lage sein, vom Banking in einen Hedgefonds zu wechseln.

3) Oder machen Sie mit dem Banking auch im dritten Jahr weiter

Falls Sie keinen Drang zu Private Equity oder Hedge Fonds verspüren und Ihr Arbeitgeber nicht zu den Marktführern zählt, dann ist laut den Headhuntern im dritten Jahr der rechte Zeitpunkt gekommen, an einen Aufstieg zu denken.

“Innerhalb Ihrer ersten neun Jahre in der Finanzindustrie sollten Sie zwei bis drei Mal wechseln”, sagt Jason Kennedy, Headhunter bei Kennedy Associates. “Die Wechsel sollten zu höheren Positionen innerhalb Ihrer Liga erfolgen oder zu Häusern in der nächsthöheren Liga.”

Doch falls Sie bereits für einen Marktführer arbeiten, dann wird Ihnen zum Bleiben geraten – womöglich unbegrenzt. “Wenn Sie für Goldman Sachs, JP Morgan oder Morgan Stanley arbeiten, wieso bleiben Sie dort nicht für den Rest Ihrer Karriere?”, sagt ein Headhunter, der mit jungen Investmentbankern arbeitet. “Die meisten dienstälteren Mitarbeiter in solchen Unternehmen sind dort bereits seit 15 Jahren oder länger.”

4) Denken Sie im sechsten Jahr an den nächsten Karriereschritt

Wenn Sie bis zu Ihrem sechsten Arbeitsjahr nicht bei einem Marktführer angelangt sind, dann sollen Sie laut Kennedy den nächsten Karriereschritt in Angriff nehmen.

Behalten Sie jedoch im Hinterkopf, dass ein häufigerer Wechsel als alle drei Jahre nicht zu empfehlen ist.

“Die Leute sind sehr vorsichtig mit häufigen Jobwechslern”, sagt ein hochrangiger IBD-Headhunter. Ein weiterer bestätigt dies: “Jemand, der alle zwei Jahre wechselt, löst einen Alarm aus.”

“Sobald die Leute einen Fortschritt bei der Adresse Ihres Arbeitgebers oder dem Verantwortungsbereich durch einen Wechsel alle drei Jahre beobachten, dann finden Sie das wahrscheinlich akzeptabel”, ergänzt er.

5) Der Schlussspurt

Nach zehn Jahren in der Finanzindustrie sollten Sie eine Leitungspostion in einer Spitzenfirma erreicht haben.

Kennedy meint, dass Ihr dritter Arbeitsplatzwechsel – etwa im neunten Jahr – wahrscheinlich der entscheidende ist. Das ist der Jobwechsel, der Ihre Ertragskraft in den Schlüsseljahren Ihrer Karriere maximiert.

Danach empfiehlt Kennedy ein oder zwei Wechsel bis zum Ruhestand. Bemerkenswerterweise ist es für ranghohes Personal einfacher alle zwei Jahre zu wechseln, da die zeitverzögerten Bonuszahlungen in Form von Aktien über drei Jahre eine Übernahme wesentlich verteuern.

6) Die Alternativen

Es ist unnötig zu erwähnen, dass nicht jedermanns Karriere diesem unglaublich vollkommenen und vereinfachten Weg folgt. “Ein Problem herrscht dann, wenn jemand bei einer Topfirma startet und dann immer tiefer und tiefer sinkt, bis er zum Pförtner wird”, sagt Kennedy.

Falls Ihre Karriere abzugleiten droht, dann kann Sie ein MBA zwischen dem dritten und fünften Jahr zurück auf die Spur bringen. Später kann es erforderlich werden, den Abstieg zu akzeptieren.

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