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Die elf wichtigsten Punkte für ein Treffen mit einem Personalberater

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Spielen Sie mit dem Gedanken an einen Wechsel und finden keine passende Stelle oder haben schlicht keine Zeit für die Suche? In einer solchen Situation mag die Hilfe eines Personalberaters sinnvoll erscheinen. An überschaubaren Finanzplätzen wie Frankfurt oder Zürich fällt es überdies relativ leicht, sich in einem der Cafés links und rechts der Fressgasse oder der Bahnhofsstraße zu treffen.

Doch Vorsicht: Auch wenn es nicht um eine konkrete Stelle geht, müssen derartige Treffen gut vorbereitet sein. Denn die Personalberater werden auf jeden Fall überlegen, ob es sinnvoll ist, Sie in ihre Datenbank aufzunehmen oder nicht. Daher gilt es einige Punkte zu beachten:

1. Quasseln Sie nicht drauflos

Personalberaterin Karen Yap von Profile & Search rät Kandidaten davor ab, sogleich mit ihrem bisherigen Werdegang und ihren Karrierewünschen herauszuplatzen. Vielmehr sollten Kandidaten zunächst versuchen eine persönliche Beziehung zum Personalberater aufzubauen, indem sie z.B. über gemeinsame Interessen plaudern. „Ich kann mich an eine Führungskraft erinnern, die mit mir zunächst über Jogging gesprochen hat. Er hatte zuvor mein LinkedIN-Profil gelesen und wusste, dass ich ein erfolgreicher Läufer bin. Er ging nahtlos dazu über, sich selbst zu verkaufen“, erzählt Vince Natteri von Pinpoint Asia.

2. Beachten Sie die 60/40-Regel

„Meine Empfehlung für das Interview lautet: 60 Prozent sich selbst zu verkaufen und 40 Prozent über etwas anderes zu sprechen, wodurch Ihre Persönlichkeit Profil gewinnt“, sagt Yap. „Damit herrscht beim Treffen weniger Druck, der Recruiter lernt Sie besser kennen und Sie können sich von anderen Kandidaten abheben.“

3. Zeigen Sie wahres Interesse an der Persönlichkeit des Recruiters

„Fragen Sie den Recruiter nach seiner eigenen Karriere und seinem Background. Viele von uns sind angenehm überrascht, wenn Sie sich tatsächlich an uns interessieren“, sagt Angela Kuek von der Meyer Consulting Group.

4. Kleiden Sie sich anständig

Auch wenn es sich um kein wirkliches Vorstellungsgespräch handelt, sollten Sie sich wie bei einem solchen kleiden. „Falls Sie nicht gut gekleidet erscheinen – indem Sie z.B. keinen Anzug tragen – dann zeigt dies, dass Sie nicht wirklich in Ihrer Karriere engagiert sind und nicht ernsthaft einen Wechsel anstreben“, sagt Personalberaterin Kyle Blockley von KS Consulting.

5. Rasseln Sie nicht nur Ihren Lebenslauf herunter

„Lernen Sie nicht Ihren Lebenslauf auswendig und beten Sie ihn nicht herunter. Geben Sie lieber drei oder vier Beispiele für beruflichen Erfolg in Ihrer Karriere“, empfiehlt Blockley. „Wenn Sie sich zu lange über all die Arbeit auslassen, die Sie geleistet haben, dann geht die Message im Überfluss der Informationen unter.“

6. Erwarten Sie nicht, dass der Personalberater Ihnen eine lange Liste von Jobs vorlegt

Viele Kandidaten erwarten von einem Recruiter, dass er ihnen eine Reihe von nicht ausgeschriebenen Positionen vorlegt, meint Yap. Das dürfte allerdings kaum eintreten.

7. Achten Sie auf Höflichkeit

Personalberater sehen Kandidaten kritisch, denen es nur um einen neuen Job geht – und das am Besten sofort. Vielmehr sollte ein Kandidat seine persönlichen Karriereziele in die langfristigen Trends auf dem Arbeitsmarkt einordnen, rät Yap: „Sie wissen ja, wie sich mein Sektor in der jüngsten Vergangenheit gewandelt hat. Wo sehen Sie die künftigen Trends? In welches Stellenprofil würde ich mit meinen Kompetenzen am besten hineinpassen?“

8. Zurückhaltung schadet nur

„Man wird Ihnen Fragen über Ihren aktuellen Job stellen, die sich nicht auf Ihrem Lebenslauf befinden: An wen berichten Sie? Wie viele Leuten arbeiten in Ihrem Team etc.“, sagt Blockley. „Es ist völlig in Ordnung, wenn bestimmte Dinge vertraulich behandelt werden. Aber normalerweise bevorzuge ich Leute, die mir Informationen geben, ohne nachfragen zu müssen. Wenn die Leute zu einer Top-Bank gehen wollen, erwarte ich außerordentliche Kommunikationsfähigkeiten und ich achte auch darauf, ob Sie gesellschaftsfähig sind und zur Unternehmenskultur passen.“

9. Kennen Sie Ihre Wechselmotivation

Kandidaten sollten sich darauf einstellen, ihre Wechselmotivation gut begründen zu können. „Bei dem Treffen geht es im Grunde darum, ein Verständnis zu gewinnen, wieso Sie wechseln wollen“, erläutert Personalberater Steve Hutchinson von Sterling Andersen. „Ich muss das ganze Bild verstehen. Warum gehen Sie gerne zur Arbeit und was hat Sie dazu gebracht, sich mit mir zu treffen.“

10. Haben Sie eine realistische Vorstellung von Ihrer Zukunft

„Wichtiger als der Durchgang durch Ihre Berufserfahrung ist eine realistische und klare Vorstellung, wohin Sie mit Ihrer Karriere gelangen wollen“, meint Personalberater James Carss. „Leute, die die nächsten zwei oder fünf Jahre ihrer Karriereplanung erläutern können, beeindrucken besonders.“

11. Bringen Sie eine Wunschliste mit

„Ich freue mich auch, wenn die Kandidaten eine Wunschliste von potenziellen Unternehmen mitbringen, für die sie arbeiten wollen. Dies zeigt, dass sie tatsächlich über ihre Karriere nachgedacht haben und über einen guten Marktüberblick verfügen“, sagt Carss.

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