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Die acht Tabus für Goldman Sachs-Praktikanten

Hier geht es bei Goldman Sachs nicht weiter.

Hier geht es bei Goldman Sachs nicht weiter.

Ein gutes Praktikum während der Semesterferien stellt eine einmalige Chance dar. Vor allem in angelsächsischen Investmentbanken herrscht die Tradition, den Hauptteil der Einstiegspositionen unter die ehemaligen Praktikanten zu verteilen. Wer also eines der begehrten Praktika erlangt hat, hat zwar noch keinen Fuß, aber zumindest die große Zehe in der Tür einer Investmentbank. Kein Wunder also, dass die Praktika umkämpft sind. Bei Goldman Sachs werden beispielsweise 96 Prozent der Bewerbungen von Studenten abgelehnt.

Doch wie können Praktikanten ihre Übernahme-Chancen erhöhen? Goldman Sachs lässt zwei ehemalige Praktikanten erzählen, welche Lehren sie aus ihren Praktika gezogen haben. Beide wurden übrigens übernommen und arbeiten noch heute bei der US-Bank.

1. „Cool“ is uncool

Jeremy arbeitet als Associate im Operations-Bereich von Goldman Sachs. Ihm wurde während seines Praktikums geraten, seltener das Wort „cool“ zu gebrauchen. „Ich erhielt das Feedback, dass ich das Wort ‚cool‘ gegenüber den Führungskräften zu häufig gebrauche“, erzählt Jeremy. „Daraus habe ich mitgenommen, dass ich mehr auf meine Zuhörer achten muss und vielleicht eine etwas gewähltere Sprache verwenden sollte.“

2. Sprechen Sie nicht zu viel von der Arbeit

Serrena wiederum arbeitet heute als Aktienanalystin bei der US-Investmentbank. Ihr wurde während des Praktikums empfohlen, einfach einmal zu entspannen. „Ich habe zu viel über die Arbeit gesprochen“, erinnert sich Serrena. „Ich saß an meinem Arbeitsplatz und versuchte über die Märkte und die unterschiedlichen Anlageklassen zu sprechen. Aber die Leute, mit denen ich zusammenarbeitete, wollten einfach mit mir acht bis zehn Stunden am Tag zusammenarbeiten. Sie wollten ein persönliche Verbindung zu mir aufbauen.“

3. Kein plumpes Networking

Praktika stellen auch eine Chance dar, neue Kontakte zu generieren. Doch beim Networking geht es nicht darum, sich selbst anderen aufzuzwingen. „Nähern Sie sich niemals jemandem, der kalt ist“, warnt Jeremy. Es sei sinnvoller, Leute anzugehen, die sich zugänglich zeigen. Zunächst sollten Sie also jemanden finden, den Sie sich vorstellen können.

4. Bitten Sie nicht, mit Schulnoten bewertet zu werden

Zu einem Praktikum gehört auch ein wenig Feedback. Allerdings sollten Sie davon nicht zu viel erwarten. Die beiden Ex-Praktikanten raten davon ab, um eine Bewertung nach Schulnoten zu bitten. Vielmehr sollten Sie fragen, was Ihre Kollegen von Ihrer Arbeit halten und wie Sie es besser machen könnten.

5. Zerstreiten Sie sich nicht mit den anderen Praktikanten

Es handelt sich um eine einfache Rechnung: Es gibt mehr Praktikanten als spätere Stellen für sie. Sie konkurrieren also mit den übrigen Praktikanten um die – mehr oder weniger – seltenen Stellen. „Es ist wichtig, eine Verbindung zu Ihren Ko-Praktikanten herzustellen“, betonen die Ex-Praktikanten. Falls es in dem Team, dem Sie zugeteilt werden, bereits einen Praktikanten gibt, dann sollten Sie ihn um seinen Rat bitten. Fragen Sie, worin Sie sich einarbeiten und mit wem Sie sprechen sollten. Auch Goldman Sachs legt großen Wert auf Teamarbeit.

6. Belästigen Sie niemanden

Falls Ihr Teamleiter sich mit Ihnen auf einen Kaffee verabredet hat, dann sollten Sie ihn nicht belästigen, falls das Treffen terminbedingt ausfällt. „Ein Verständnis für die Situation ist von entscheidender Bedeutung“, sagt Serrena.

7. Wiederkäuen Sie nicht das einmal Gelernte

Goldman Sachs bevorzugt eigenständige Köpfe. Sie sollten sich also Ihr eigenes Urteil bilden und Fakten hinterfragen. Die Leute wollen sehen, dass Sie aus dem Gelernten Ihre eigenen Schlüsse ziehen.

8. Vergessen Sie Ihr Praktikum nicht, wenn Sie zurück an der Uni sind

Auch wenn ein Praktikum nur wenige Monate oder gar nur Wochen dauert, sollten Sie nach dem Praktikum Ihre neu gewonnen Freunde nicht vergessen. Die Ex-Praktikanten raten dazu, an einigen „Kontaktpunkten“ festzuhalten, wenn man wieder im Studium zurück ist. Kontaktieren Sie Ihre ehemaligen Vorgesetzten und Kollegen das ein oder andere Mal. Fragen Sie kurz und knapp, wie es im Team läuft.

„Ich hatte einen ähnlichen akademischen Background wie einige meiner Kollegen“, erzählt Serrena. „Also habe ich ihnen meine Abschlussarbeit zugeschickt. Wenn Sie den Leuten zeigen, dass Sie sich an sie erinnern, dann kann das einen positiven Einfluss haben…“

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