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Banken knausern wegen Finanzkrise im laufenden Jahr bei Gehältern – Umfrage

Fast 90 Prozent der Banken rechnen wegen der anhaltenden Finanzkrise für das gerade angebrochene Jahr mit betriebswirtschaftlichen Beeinträchtigungen. Das hat eine Umfrage der Beratungsgesellschaft Towers Perrin bei 21 deutschen, 8 österreichischen und 5 schweizer Instituten ergeben.

Lediglich drei Prozent erwarten demnach keine Beeinträchtigungen und sechs Prozent können derzeit eventuelle Beeinträchtigungen noch nicht abschätzen, teilte die Gesellschaft mit.

Die Finanzkrise dürfte auch 2009 die Mitarbeiter der Finanzdienstleister treffen. Jede dritte Bank (32 Prozent) will auf Einstellungen verzichten. Etwa 45 Prozent erwarten keine Veränderungen bei den Mitarbeiterzahlen oder können das zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abschätzen.

Darüber hinaus plant jede fünfte Bank (21 Prozent), Personal abzubauen. Dabei haben 12 Prozent sogar vor, mehr als zehn Prozent der Stellen zu streichen.

Die Finanzkrise macht sich auch bei den Gehältern bemerkbar. 70 Prozent der befragten Banken haben ihre ursprünglichen Gehaltsplanungen für 2009 im Hinblick auf die Finanzkrise bereits nach unten angepasst.

59 Prozent der befragten Banken planen für das kommende Jahr sogar mit Nullrunden. Etwa ein Drittel der Institute will die Gehälter zwischen 1 und 3,5 Prozent anheben. Nur neun Prozent der Institute stellen Gehaltszuwächse zwischen 3,5 und 5 Prozent in Aussicht.

Um Risiken künftig besser zu berücksichtigen, will bislang lediglich jede zweite befragte Bank ihr Bonussystem anpassen. Nach Ansicht von Towers Perrin muss sich aber die Branche als ganzes den neuen Gegebenheiten anpassen. Dass habe die finanzielle Schieflage einer Reihe von Banken aufgezeigt. Außerdem sei wegen der staatlichen Stützungsmaßnahmen mit einer Verschärfung der Bankenaufsicht zu rechnen, so die Experten weiter.

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