☰ Menu eFinancialCareers

Bonusdiskussion: Ackermann übt Selbstkritik

Nachdenkliche Töne hat Deutsche Bank-Chef Josef Ackermann bei einem Symposium des Forschungsinstituts für Wirtschaftsverfassung und Wettbewerb (FIW) in Innsbruck angeschlagen. Die Höhe der Bonuszahlungen seien teilweise nicht mehr “darstellbar”.

Ackermann sprach sich für eine freiwillige Beschränkung der Bonuszahlungen aus: “Wir müssen Wege finden, die Bonuszahlungen auf ein Maß zurückzuführen, das für die Gesellschaft akzeptabel ist.” Allerdings werde jede Summe, die die Banken ins Spiel brächten, von annähernd 95 Prozent der Bevölkerung als zu hoch erachtet.

Immerhin hat die Deutsche Bank für jeden ihrer 77.052 Mitarbeiter in 2009 durchschnittlich 147.000 Euro ausgegeben, was einer Steigerung von 24 Prozent gegenüber dem Vorjahr gleichkommt. Im Corporate- und Investmentbanking belief sich die durchschnittliche Gesamtvergütung pro Kopf sogar auf 347.000 Euro.

Dennoch nutzte Ackermann die Gelegenheit, die Bonuspolitik der Deutschen Bank zu verteidigen. Trotz der Finanzkrise und dem Personalabbau in vielen Banken sei es auch heute noch schwer, gute Talente zu gewinnen. “Ich sage als Ökonom, wenn es so attraktiv ist, bei uns zu arbeiten, warum haben wir dann kein Überangebot an Talenten”, sagte der Deutsche Bank-Chef.

Kommentare (0)

Comments

Antworten

Pseudonym

Pflichtfeld

E-Mail

Ungültige E-Mail-Adresse

Alle Informationen zu unseren Community-Richtlinien finden Sie hier