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Bankenkonsolidierung – notwendiges Übel oder üble Propaganda?

Seit Monaten spekuliert Deutschland über Fusionen in der Bankenindustrie. Laut Handelsblatt sind die Gespräche zwischen Commerzbank und Dresdner Bank bereits weit fortgeschrittten.

Ginge es nach dem Willen von Bundesfinanzminister Peer Steinbrück, käme noch die Postbank hinzu. Und schwuppdiewupp hätte Deutschland neben der Deutschen Bank einen zweiten “nationalen Champion”.

Gewerkschafter sind derweil empört, dass ausgerechnet ein Genosse den Verlust von bis zu 20.000 Arbeitsplätzen für seine industriepolitischen Träume in Kauf nehmen würde.

Was meinen Sie? Ist der Druck im Kessel wirklich so hoch, dass es zu einer Konsolidierung kommen wird? Oder platzen die Fusionsgespräche – wie zuletzt nach der Jahrtausendwende – , weil sich die Bosse am Ende nicht auf die Verteilung der Posten einigen können?

Überhaupt: Stimmt die “Konsolidierungslogik” eigentlich? Ist Deutschland wirklich “overbanked”? Und ist eine nationale Schlankheitskur wegen der Globalisierung, des zunehmenden Konkurrenzkampfes und den Auswirkungen der “Subprime”-Krise tatsächlich unausweichlich?

Oder gehen Manager und Medien lediglich den Interessen von Investmentbankern und Unternehmensberatern auf den Leim? Schließlich würden die an der seit Jahren propagierten Fusionswelle am meisten verdienen.

Kommentare (3)

Comments
  1. Die Bankmanager lassen die Mitarbeiter für Führungsfehler der Vergangenheit bezahlen. Commerzbank und Dresdner Bank hätten vermutlich weniger Probleme, wenn die vor Jahren in Europa und Schwellenländer expandiert wären.

  2. BankersHome.de
    Die meisten Angehörigen einer Bank sind auf die gleiche Weise blind. Sie achten alle auf die gleichen Dinge und sind den gleichen Dingen gegenüber unaufmerksam.

    Deswegen wird die außergewöhnliche Bankerbewegung im Finanzmarkt – der freie, mobile und begeisterte Banker von http://www.BankersHome.de nochmehr zulauf von Bankern haben.

    Ganz herzlich W. Kraus

  3. Glaub ich nicht. Im Vergleich zu anderen Ländern gibt es in Deutschland weiter viel zu viele Filialen. Der Fusionstrend ist zwar bitter für die Angestellten, aber mit dem Vormarsch von Online-Banking werden viele Jobs über kurz oder lang überflüssig.

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