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Arbeitsplatzabbau kostet Geld: Bei der Deutschen Börse purzeln die Gewinne

Um 21,2 Prozent auf 245,6 Mio. Euro ist das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) bei der Deutschen Börse im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum eingebrochen, wie das Unternehmen jetzt mitteilte.

Ein Hauptgrund für die purzelnden Gewinne besteht nach Unternehmensangaben in den Kosten für den Stellenabbau. “Im ersten Quartal 2010 wurden bereits 27,8 Mio. Euro Restrukturierungsaufwendungen hauptsächlich bei den Personalkosten in allen Segmenten der Gruppe erfolgswirksam erfasst”, heißt es in dem Zwischenbericht. Somit stiegen die Personalaufwendungen binnen Jahresfrist um stolze 28,6 Prozent auf 126,8 Mio. Euro.

Das DAX-Unternehmen hatte bereits vor einiger Zeit angekündigt, 80 der 400 leitenden Mitarbeiter abzubauen sowie 370 weitere Stellen in Frankfurt und Luxemburg zu streichen. Im Gegenzug sollen bis zu 245 Stellen an dem günstigeren Konzernstandort in Prag aufgebaut werden. Hauptbetroffen von dem Personalabbau ist das Tochterunternehmen Clearstream.

Trotz der angekündigten Einschnitte beim Personal ist der Mitarbeiterstand in den zurückliegenden drei Monaten nach Konzernangaben sogar leicht um 3,6 Prozent auf 3377 Mitarbeiter gewachsen. Pro Kopf wendete der Börsenbetreiber durchschnittlich gut 37.500 Euro auf.

Laut Angaben der Luxemburger Gewerkschaft Aleba werden allein in dem Großherzogtum 30 der insgesamt 80 leitenden Mitarbeiter abgebaut. Wie viele von den 370 weiteren Stellen in Luxemburg gestrichen werden sollen, blieb zunächst unklar. Nach Aleba beginnen die Verhandlungen über einen Sozialplan am Mittwoch (12. Mai) und sollen bis Monatsende abgeschlossen sein.

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