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Wieso sich die Arbeit bei der HSH Nordbank trotz allem lohnt

Die HSH Nordbank gilt selbst unter den krisenerprobten Landesbanken als Problemkind. Nach vielen Verlustjahren konnte das Institut 2014 in seiner Kernbank endlich wieder einen Vorsteuergewinn von 278 Mio. Euro erzielen, wie die HSH Nordbank am heutigen Mittwoch (1. April) mitteilte. Im Vorjahr hatte hier noch ein Minus von 518 Mio. Euro gestanden.

Falls jedoch die Bilanzverluste aus dem Altgeschäft einberechnet werden, dann verkehrt sich das Plus auch in 2014 in ein „ausgewiesesenes Ergebnis vor Steuern von -120 Mio. Euro.“ Bereits vor einigen Tagen war bekannt geworden, dass die Bank von den Garantien der Länder Schleswig-Holstein und Hamburg ab 2019 etwa 400 Mio. mehr beanspruchen müsse als bisher erwartet. Damit erhöhen sich die Belastungen für den Steuerzahler auf 2,1 Mrd. Euro. Hintergrund sind die immer noch kriselnde Schiffsfinanzierung sowie Verluste aufgrund des starken Dollars.

Auch für die Mitarbeiter sieht es auf den ersten Blick düster aus. So hatte die Bank angekündigt, 500 Stellen zu streichen und die Verwaltungskosten auf 500 Mio. Euro zu senken. Tatsächlich sind in 2014 rein rechnerisch dem Rotstift über 250 Stellen (auf Vollzeitbasis) zum Opfer gefallen.

Dennoch finden sich in dem Geschäftsbericht auch Lichtblicke. So hat die HSH Nordbank im abgelaufenen Jahr immerhin 130 Neueinstellungen vorgenommen, was indes weniger als die 197 aus dem Vorjahr waren. Auch bei der Bezahlung scheinen sich die Nordlichter nicht lumpen zu lassen. So beliefen sich die Bruttodurchschnittsgehälter bei der HSH Nordbank in 2014 auf immerhin 92.300 Euro. Rechnet man die Arbeitgebernebenkosten wie etwa Sozialabgaben hinzu summiert sich der Personalaufwand pro Kopf sogar auf knapp 115.000 Euro.

Damit zählt die HSH Nordbank bei den Personalkosten pro Kopf immer noch zur Oberklasse unter den Banken. Laut unserem „Ultimativen Ranking: Welche deutsche Bank in 2014 am besten zahlte“ ließ die Deutsche Bank – trotz ihres immensen Investment Bankings – pro Kopf nur rund 127.500 Euro springen. Bei der Hypo Vereinsbank und der BayernLB waren es sogar nur etwa 99.100 und 87.100 Euro.


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