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Die dümmsten Fehler in Vorstellungsgesprächen

Ein Bügeleisen sollte man tunlichst nicht zu einem Jobinterview mitbringen.

Ein Bügeleisen sollte man tunlichst nicht zu einem Jobinterview mitbringen.

So manches Vorstellungsgespräch scheitert einfach an ausgesprochenen Dummheiten von Bewerbern. Wir haben interne und externe Banking-Recruiter nach ihren schlimmsten Erlebnissen gefragt. Von der Nachahmung wird dringend abgeraten.

1. Sprechen Sie nicht über den Laufsteg, wenn es ums Modelling geht

„Das Dümmste, was mir jemals untergekommen ist, war ein Absolvent, der über den Laufsteg sprach, als er in einem Vorstellungsgespräch nach seinen Fähigkeiten im ‚Modelling‘ gefragt wurde“, erzählt eine Graduate Recruiterin.

2. Bringen Sie kein Bügeleisen zum Vorstellungsgespräch mit

Die gleiche Recruiterin erzählt, dass jemand tatsächlich schon einmal ein Bügeleisen zum Vorstellungsgespräch mitgebracht habe. „Er sagte mir, dass es zu seinem eigenen Schutz wäre und meinte anschließend, dass dies nur ein Witz gewesen sei. Er hatte es sich ausgeliehen, um auf dem Weg zum Vorstellungsgespräch sein Hemd zu bügeln und er habe es nirgendwo ablegen können, weil es noch heiß war.“

3. Sprechen Sie nicht von Karrierealternativen

„Es gibt Leute, die in einem M&A-Vorstellungsgespräch erzählen, dass sie auch zu Vorstellungsgesprächen in Private Equity gehen“, erzählt ein Headhunter. „Bei so etwas handelt es sich um einen Ausschlussgrund.“

„Wir arrangierten für einen unserer Studenten ein Abendessen mit Senior Bankern“, erzählt ein Karrierecoach von einer führenden Business School. „Einer der Banker fragte den Studenten, welches seine Karrierepläne wären. Der Student antwortete: ‚Consulting‘ – und ‚Banking‘. Da jedoch die Pause zu lang ausfiel, war klar, dass Consulting seine erste Wahl darstellte. Das informelle Banking-Vorstellungsgespräch führte dann zu nichts.“

4. Überspannen Sie es nicht mit der Kleidung

„Ich hatte schon jemanden im Vorstellungsgespräch, der wie ein Rod Stewart-Imitator aussah“, erzählt eine Banking-Recruiterin. „Es war schrecklich; er trug ein Hawaii-Shirt.“

„Ich habe auch schon jemanden in einem braunen Anzug und einem türkisen Hemd interviewt“, erzählt die Personalvermittlerin. „Es konnte kaum noch schlimmer werden.“

5. Bringen Sie nicht Ihre Eltern mit

„Ich hatte schon Leute, die ihre Eltern zu einem Vorstellungsgespräch mitgebracht haben“, erzählt ein anderer Campus-Recruiter. „Ich musste sie bitten, draußen zu warten.“

„Manchmal rufen die Eltern an, um sich über den Fortgang einer Bewerbung zu informieren“, erzählt ein anderer Banking-Recruiter. „Ich musste ihnen sagen, dass ich aufgrund des Datenschutzes nicht mit ihnen sprechen darf.“

6. Prahlen Sie nicht unterschwellig mit ihrem Bildungshintergrund

Falls Sie eine berühmte Privatschule besucht haben, dann möchten Sie das vielleicht im Vorstellungsgespräch unterbringen. Dabei sollten Sie jedoch keine Socken mit dem Emblem dieser Schule tragen. „Die Kids von Eton und Harrow bestehen darauf, ihre Sportsocken unter ihrem Anzug zu tragen“, erzählt ein weiterer Recruiter. „Sie sehen recht elegant aus, bis es zu den Knöcheln kommt.“

7. Verbreiten Sie keinen aromatischen Geruch

„Ich habe schon Bewerber in einem Vorstellungsgespräch mit einem derartigen Körpergeruch gehabt, dass meine Augen zu tränen anfingen“, erzählt ein Recruiter. „Ich habe auch schon Leute interviewt, die viel zu viel Aftershave trugen.“

8. Versuchen Sie nicht Ihre Gesprächspartner zu küssen

„Es gibt tatsächlich Kandidaten aus europäischen Ländern, die einen küssen wollen“, erzählt ein Recruiter. „Ich hatte schon Leute, die mich auf beide Backen geküsst haben. Und auch schon Leute, die meine Hand geküsst haben. Das ist schon verrückt.“

9. Verwenden Sie keinen falschen Unternehmensnamen

„Ich hatte schon Leute in einem Vorstellungsgespräch, die einen falschen Unternehmensnamen angegeben haben“, erzählt ein MBA-Recruiter. „Ich gehe davon aus, dass sie einige Vorstellungsgespräche hinter sich hatten.“

10. Haben Sie keinen schlaffen Händedruck

„Ich hatte bereits Bewerber mit einem sehr schlaffen Händedruck“, erzählt ein auf das Geschäft mit festverzinslichen Anlagen spezialisierter Headhunter. „Es war so schlimm, dass die Banker, die ihn interviewten, mich anriefen und mir sagten, dass er einen festeren Händedruck benötige, bevor sie ihn ihrem Chef vorstellen konnten, der die Entscheidung fällte. Ich hatte ein ernstes Gespräch mit ihm, aber es half nichts: Sein Händedruck blieb schlaff.“

11. Verstecken Sie keine Lücken

„Eine Menge altgedienter Banker mussten in den zurückliegenden vier Jahren einige schlechte Erfahrungen machen“, erzählt ein Personalvermittler. „Es ist nichts schlimm daran, wenn einem gekündigt wurde – das ist akzeptabel. Aber ich treffe immer noch auf Leute, die lieber sagen, dass sie gekündigt haben, als dass ihnen tatsächlich gekündigt wurde.“

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