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Streichorgie bei Mitarbeitern führt BayernLB in die Gewinnzone zurück

Mit eine Blitzaktion sorgte die BayernLB am heutigen Montag (31. März) für Überraschung. Geschlagene zwei Monate vor der geplanten Veröffentlichung des Jahresabschlusses 2010 meldete das krisengeschüttelte Institut einen Vorsteuergewinn von rund 800 Mio. Euro für das abgelaufene Geschäftsjahr. Damit kehrt die BayernLB nach einem Vorsteuerverlust von knapp 2,8 Mrd. Euro in 2009 wieder in die schwarzen Zahlen zurück.

“Nach mehreren Jahren hoher Verluste stellt sich das vorläufige Jahresergebnis für 2010 für die Bank überaus erfreulich dar. Wir sehen daran, dass wir mit unserem auf den Kunden ausgerichteten Geschäftsmodell auf einem guten Weg sind. Der beste Beleg dafür ist, dass das operative Ergebnis nahezu vollständig aus denjenigen Geschäftsbereichen stammt, die in einer neuen BayernLB für das Kerngeschäft der Zukunft stehen”, sagte Bankchef Gerd Häusler.

Dennoch dürfte bei den Mitarbeitern kaum Freude aufkommen. Denn der Hauptteil der Sanierung besteht in einem drastischen Personalabbau. So strich die BayernLB allein binnen Jahresfrist rund 1000 Stellen und beschäftigte Ende 2010 nur noch etwa 10.300 Mitarbeiter. Nach dem Sanierungsprogramm “Herkules” stehen dem Personal noch weitere Opfer bevor.

“Aufgrund der inzwischen weit fortgeschrittenen Restrukturierungsmaßnahmen liegt auch der Verwaltungsaufwand mit gut 1,4 Mrd. Euro spürbar niedriger, als dies die Bank in ihrem Restrukturierungsplan vorgesehen hatte”, heißt es in einer Mitteilung. Dadurch konnten auch die anhaltenden Verluste der ungarischen Tochter MKB Bank ausgeglichen werden.

Den vollständigen Jahresbericht will die BayernLB am 30. März vorlegen. Laut einem Unternehmenssprecher kommt die Bank mit der vorgezogenen Veröffentlichung einer Adhoc-Publikationspflicht als Emittent von Genussscheinen nach.

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