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Welches die beste Business School für eine Private Equity-Karriere in Europa ist

MBA-Absolvent

Falls Sie einen MBA hinter sich haben und in Private Equity arbeiten möchten, dann müssen Sie zwei Qualitäten mitbringen: Zunächst müssen Sie belegen können, dass Sie zu den Gewinnern zählen. Zweitens müssen Sie zeigen, dass Sie zum Unternehmen passen. Eine Business School scheint diese Kriterien besonders zu erfüllen – und sie stammt nicht etwa aus dem angelsächsischen Bereich.

„Wenn Private Equity-Gesellschaften MBA-Absolventen anstellen, dann wählen sie unserer Erfahrung nach jemanden, der aus den Märkten stammt, in denen sie aktiv sind“, erzählt ein Private Equity-Recruiter, der anonym bleiben möchte. „80 Prozent der MBA-Absolventen, die wir an europäische Private Equity-Unternehmen vermitteln, kommen aus Europa. So ist das nun einmal.“

Sicherlich gibt es einen hohen Anteil an Europäern in den oberen Rängen der britischen Private Equity-Gesellschaften. So stammt die Führungsriege von Coller Capital aus Europa. Das gleiche gilt für die Partner von Apax: Tom Hall, Nico Hansen, Steven Dyson und Frank Ehmer. Bei BC Partners wiederum stammt Principal Stelios Elia aus Griechenland und Stefano Ferraresi aus Italien.

„Es geht schon darum, dass die Kultur zum Unternehmen passt, was besonders bei britischen Private Equity-Gesellschaften der Fall ist, aber es geht auch um wirtschaftliche Interessen“, erläutert der Private Equity-Recruiter. „Wenn Sie aus dem Land stammen, wo sie ihre Geschäfte betreiben, dann kennen Sie wahrscheinlich die kulturellen Nuancen ihrer Kunden besser.“

Laut Londoner Recruitern gelinge es vor allem einer Business School ihre Absolventen in Private Equity-Gesellschaften unterzubringen: INSEAD aus Fontainebleau bei Paris. „Es handelt sich einfach um die erfolgreichste Business School, wenn es darum geht, ihre Studenten bei europäischen Private Equity-Gesellschaften unterzubringen“, erklärt ein anderer auf Private Equity spezialisierter Recruiter, der lieber anonym bleiben möchte. „Dies liegt teilweise daran, dass sie einen höheren Anteil an europäischen Studenten als andere Business Schools aufweisen. Sie strengen sich aber auch sehr an, ihre Studenten auf die Arbeit in der Branche vorzubereiten.“

Tatsächlich findet sich eine ganze Reihe von INSEAD-Absolventen an der Spitze von Private Equity-Unternehmen. So besitzt Joe Cronley, Partner bei BC Partners, über einen MBA von INSEAD. Gleiches gilt für Georgios Koulouris, Managing Partner bei Anacap Financial Partners und für Jean-Mark Jabre, der im Private Equity-Geschäft der US-Großbank Morgan Stanley tätig ist.

Ein INSEAD-Sprecher beziffert die Zahl der INSEAD-Absolventen, die rund um den Globus im Private Equity-Geschäft arbeiten, sogar auf etwa 1000. Darüber hinaus würden die MBA-Studenten der Hochschule einen eigenen Private Equity-Club betreiben, „der als Forum für jene diene, die an allen Aspekten der Private Equity-Branche interessiert sind“, ergänzt der Sprecher.

Nach dem jüngsten „Employment Report“ der Business School aus Fontainebleau haben 13 Prozent der Absolventen einen Job in der Private Equity- und Venture Capital-Branche gefunden. Dabei habe das Durchschnittsgehalt in Private Equity bei 102.700 Euro gelegen, wozu ein Antrittsbonus von 17 Prozent hinzukomme. In Venture Capital seien es sogar 112.300 Euro und 33 Prozent gewesen.

Dagegen gelang es bei der London Business School lediglich 6 Prozent der Absolventen in der Private Equity-Branche unterzukommen.

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