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Investmentboutiquen sind auf der Suche nach Einsteigern

Juniors im Bereich Corporate Finance, die ihrer Investmentbank abtrünnig werden wollen, bietet sich jetzt die Möglichkeit zur Flucht: Investmentboutiquen sind auf der Suche nach jungen Talenten.

Sowohl in den Vereinigten Staaten als auch in Europa wollen die Investmentboutiquen ihre Teams mit Einsteigern stützen, die ihren alteingesessenen Partnern bei der Durchführung der Deals behilflich sind.

Dieser Trend wird von einer Reihe bekannter Namen untermauert: Broadband Capital Management, ein New Yorker Unternehmen, sucht derzeit nach einem Mitarbeiter für den das Investmentbanking-Team; Tamburi & Associati, eine große italienische Investmentboutique, ist in Mailand auf der Suche ein oder zwei Junior-Analysten.

Ein Sprecher einer US-amerikanischen Investmentboutique meint, dass kleinere Unternehmen Vorteile gegenüber der Arbeit bei den Banken böten: “Man ist vielmehr an den Deals beteiligt. Bei diesen Aufgaben kann man wesentlich mehr zupacken.”

Nur wenige Investmentboutiquen haben die Ressourcen, um Absolventen einzuarbeiten, die direkt von der Hochschule kommen. Das hat zur Folge, dass die meisten Kandidaten vorziehen, die bereits über ein paar Jahre Erfahrung bei einer Investmentbank verfügen.

Claudio Berretti von Tamburi & Associati berichtet, dass das Unternehmen nach einem Analysten suche, der bereits etwa anderthalb Jahre Erfahrung bei einer Investmentbank besäße. Der zweite könne hingegen direkt von der Universität kommen und im Job lernen: “Wir würden gerne Kandidaten einstellen, die entweder Finanzanalysen oder Geschäftsmodellanalysen von Unternehmen anfertigen können”, sagt er.

Jim Nair, Personalberater bei Cornell Partnership in London, meint, dass das Leben bei einer Investmentboutique angenehmer sei und sie manchmal sogar besser als die großen Investmentbanken bezahlen würden. “Die Investmentboutiquen zahlen oftmals dasselbe Grundgehalt, aber einen höheren Bonus”, berichtet Nair und verweist auf das Beispiel eines Analysten im zweiten Jahr, der für ein Grundgehalt von 65.000 Euro (45.000 britische Pfund) und einen Bonus von 150 Prozent zu einer Investmentboutique gewechselt ist.

Die Gefahr des Wechsels zu einer Investmentboutique liegt allerdings darin, dass man dort erst einmal für eine Weile festsitzt. Nair berichtet, dass sich Analysten oft zweimal überlegen, ob sie zu einer wenig bekannten Boutique wechseln. John Axworthy, Headhunter bei The Charterhouse Partnership, erzählt, dass es häufig keinen Weg zurück gäbe, wenn man einmal bei einer Investmentboutique säße, die kleine Transaktionen im Wert von 30.000 bis 150.000 Euro (20.000 bis 100.000 britische Pfund) abwickelt.

Arbeiten Sie jedoch an größeren Transaktionen, sollte der Weg zurück ins Investmentbanking kein Problem darstellen.

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