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Was der Personalbericht über eine Karriere bei der Deutschen Bank verrät

Auf der Karriereleiter der Deutschen Bank haben Frauen derzeit Vorfahrt.

Auf der Karriereleiter der Deutschen Bank haben Frauen derzeit Vorfahrt.

Die Deutsche Bank hat einen Personalbericht veröffentlich. Neben einschlägigen HR-Floskeln enthält das 40seitige Konvolut auch einige spannende Informationen über die Karrierechancen bei dem Branchenriesen. Wir haben die nützlichsten Infos für all jene zusammengestellt, die bei der Deutschen Bank Karriere machen wollen.

Immer mehr offene Stellen werden intern besetzt

Anscheinend will sich die Deutsche Bank die Kosten für Headhunter und Stellenanzeigen sparen. Jedenfalls strebt der Konzern laut dem Personalbericht eine höhere Quote von internen Besetzungen an. Ihr Anteil kletterte von 2013 bis 2014 von 27 auf 36 Prozent. „Typischerweise finden interne Arbeitsplatzwechsel innerhalb eines Geschäftsbereichs statt“, heißt es im Bericht. „Im Rahmen des Kulturwandels der Bank soll zusätzlich eine Steigerung bereichsübergreifender Wechsel bewirkt werden.“ Mithin müssen Personalvermittler künftig ihre Gürtel ein wenig enger schnallen.

Der Kampf um Bankerinnen

Die Deutsche Bank hat sich wie viele andere Banken zum Ziel gesetzt, den Frauenanteil zu steigern. Allerdings scheint es nicht genügend Bankerinnen auf dem Markt zu geben, um den Bedarf nach weiblichen Arbeitskräften zu befriedigen. So belief sich der Anteil der von außerhalb eingestellten Managing Directors bei den Männern auf 82 Prozent und bei den Frauen auf nur 18 Prozent. Weiter unten in der Nahrungskette scheinen Frauen leichter verfügbar zu sein. So erhöht sich der Anteil der von außen angestellten weiblichen Associates auf 36 Prozent. Die Karrierechancen für weibliche Führungskräfte fallen derzeit also glänzend aus.

Mitarbeiter kleben an ihrer Stelle

Entgegen herrschenden Klischees scheinen Heuern und Feuern beim deutschen Branchenprimus nicht üblich zu sein. Die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit der Mitarbeiter liegt bei 13,1 Jahren, wobei es je nach Weltregionen empfindliche Unterschiede gibt. Am längsten halten die Mitarbeiter in Deutschland mit einer Betriebszugehörigkeit von 18,4 Jahren dem Konzern die Stange. Im restlichen Europa, Mittleren Osten und Afrika sind es 10,2 Jahre, in Nord- und Südamerika 7,8 und im asiatisch-pazifischen Raum 4,8 Jahre. Allerdings stellt Asien auch die einzige Weltregion dar, in der der Konzern seit 2010 Personal aufgebaut hat.

Vor diesen Hintergrund wundert es auch nicht, dass die Mitarbeiter in Deutschland älter als anderswo sind. So liegt das Durchschnittsalter hierzulande bei 44 Jahren. Im restlichen Europa waren es 39,7 und in Nord- und Südamerika 40,4 Jahre. Im asiatischen-pazifischen waren die Angestellten durchschnittlich indes nur 33,2 Jahre alt.

Deutsche Bank stellt wieder mehr Trainees ein

Die Chancen auf einen Einstiegsjob bei der Deutschen Bank scheinen nach einem kräftigen Einbruch der Neueinstellungen in 2012/13 wieder zu steigen. So heuerte die Bank noch zu Anfang des Jahrzehnts jährlich über 700 globale Trainees an. In 2013 brach diese Zahl auf rund 500 ein. In 2014 hat sich diese Zahl auf 577 erhöht. Hinzu kommen noch 174 Trainees aus regionalen Programmen, was ebenfalls ein Plus von etwa 40 Stellen gegenüber dem Vorjahr darstellt. Interessanterweise waren auch in 2014 nur 34,1 Prozent der angeheuerten Absolventen weiblich.

522 Sommer-Praktikanten

Ein sogenanntes Summer Internship stellt vor allem bei Investmentbanken einen klassischen Einstiegsweg für Studenten dar. Denn nach dem Praktikum erhalten viele Teilnehmer ein Übernahmeangebot für die Zeit nach dem Studium. Diese Chance bot der Konzern im vergangenen Jahr immerhin 522 Sommerpraktikanten.


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