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450 Mitarbeiter von Royal Bank of Scotland in Frankfurt müssen um ihre Jobs zittern

Schlechte Nachrichten für die Mitarbeiter der Royal Bank of Scotland. In den kommenden zwei Jahren will die im Zuge der Finanzkrise teilverstaatlichte britische Bank weltweit 9.000 Stellen vor allem im Back Office streichen, die Hälfte davon im Ausland.

Ob und wie viele der rund 450 Mitarbeiter in Frankfurt gehen müssen, steht noch in Sternen. Ein Sprecher in Edinburg sagte lediglich, zum jetzigen Zeitpunkt sei noch nicht entschieden, wie viele Stellen im Ausland abgebaut werden.

Bei der Bilanzvorlage Ende Februar hatte die Bank bereits die Absicht bekräftigt, sich bis auf Großbritannien, Irland und den USA weltweit aus dem Retail- und Corporate-Geschäft zurückzuziehen (“Target retail and commercial exit outside UK, Ireland and US”). In der gleichen Präsentation wird Deutschland zugleich aber auch als “Primary Country” für die Bereiche “Global Banking & Markets” und “Global Transaction Services” genannt.

Derzeit verhandelt die schottische Großbank mit britischen Gewerkschaften über den angekündigten Jobbau. Zunächst will das Institut nach Angaben des Sprechers versuchen, die Zahl der Stellen durch Aufhebungsverträge zu verringern. Entlassungen ließen sich aber trotzdem nicht vermeiden.

Sollte es zu einem Stellenabbau in Deutschland kommen, hängt das Wohl und Wehe der Mitarbeiter vom Verhandlungsgeschick des Betriebsrats ab. Je nachdem welche Gangart der Mutterkonzern in den kommenden Monaten einschlägt, wäre im Fall eines Arbeitsplatzabbaus in Frankfurt von großzügigen Abfindungen bis betriebsbedingten Entlassungen alles möglich.

Das Institut war nach der Übernahme und anschließenden Zerschlagung der niederländischen ABN Amro in eine Schieflage geraten und konnte nur dank einer Milliardenspritze der britischen Steuerzahler vor dem Zusammenbruch gerettet werden.

RBS steht seit Wochen in den Schlagzeilen, weil der langjährige Vorstandschef Fred Goodwin trotz des Rekordverlustes von 24 Mrd. Pfund im vergangenen Jahr eine lebenslange Pension von mehr als 700.000 Pfund kassiert.

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