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Wie Sie ein missglückendes Vorstellungsgespräch retten

Leider kommt es vor: Manchmal läuft ein Vorstellungsgespräch nicht gut, manchmal will es einfach nicht gelingen, eine kameradschaftliche Beziehung zum Gesprächspartner aufzubauen und Sie können nicht mit Ihrem tiefen Verständnis für fachliche Probleme glänzen. In diesen Fällen kann es verlockend sein aufzugeben. Doch so einfach sollten Sie es sich nicht machen, denn auch schieflaufende Vorstellungsgespräche können gerettet werden. Dazu finden Sie hier ein paar Vorschläge.

1. Reden Sie nicht selbst, sondern fragen Sie nach Feedback

Es ist nichts falsch daran, freundlich nach einer kleinen Rückmeldung zu fragen, wie das Gespräch bislang gelaufen ist.

Lilly Zhu, eine frühere Mitarbeiterin von Morgan Stanley, die jetzt für das Karriere-Coaching-Unternehmen Kuaguoren arbeitet, schlägt folgende Vorgehensweise vor: “Machen Sie eine Pause und sagen Sie: Ich möchte nur kurz nachfragen, ob ich in die richtige Richtung steuere.”

“Das habe ich bei sehr aufmerksamen Kandidaten beobachtet, als ich selbst rekrutiert habe. Das hat mich auf den Gedanken gebracht: Vielleicht kann ich der Person helfen, aussagekräftigerer Antworten zu liefern.”

2. Sprechen Sie das Problem an

Wenn Sie etwas falsche oder unvollständige Antworten auf Fachfragen gegeben haben, dann ist vielleicht noch nicht alles verloren. Dies kann möglicherweise entschärft werden, wenn Sie Ihren Fehler direkt ansprechen.

“Falls Sie denken, dass Sie Fachfragen inkorrekt beantwortet haben, dann sollten Sie eine Auszeit nehmen und sagen: Ich denke, ich habe nicht gesagt, was Sie hören wollten. Vielleicht sollte ich noch einmal anfangen…”, rät Karriere-Coach Michael Moran.

3. Stellen Sie eine emotionale, einfühlsame Beziehung her

Sie können auch ein Vorstellungsgespräch retten, wenn Sie den Gesprächspartner dazu bringen, Sie sympathisch zu finden.

“Sie müssen eine emotionale Beziehung zu Ihrem Gesprächspartner aufbauen”, sagt Moran. “Suchen Sie dazu nach Gemeinsamkeiten.”

Ein Weg, eine solche Beziehung herzustellen, besteht darin, sich in die Position des Gesprächsführers hineinzuversetzen. Dies können Sie auf die oben beschriebene Weise erreichen, indem Sie herausstellen, dass Sie sich über Ihre unzureichenden Antworten bewusst sind.

Ein Head of Recruitment erzählt von einem Kandidaten, der kürzlich diese Strategie mit großem Erfolg anwandte und den Job bekommen hat.

“Wir haben einigen Fachfragen gestellt, bei denen Sie nicht sonderlich glücklich abschnitt. Doch schließlich wurden wir durch ihre Begeisterung und ihre Persönlichkeit eingenommen”, sagt er. “Sie konnte dem Vorstellungsgespräch eine andere Richtung geben, indem sie sagte: Offensichtlich verfüge ich nicht über die technischen Kompetenzen, nach denen Sie suchen. Allerdings habe ich diese und jene anderen Kompetenzen, dies sind Ihre Probleme und dies, was ich zu ihrer Lösung beitragen kann.”

“Offensichtlich gab es einen Bedarf für Training und Unterstützung, doch bei der Leidenschaft und dem Wunsch, den Job zu bekommen, fanden wir das OK”, ergänzt der Head of Recruitment.

4. Nutzen Sie eine Stütze

Falls die Atmosphäre abzugleiten droht und Sie gefahrlaufen, zu viel zu sprechen, um die Sache besser zu machen, dann greifen Sie lieber nach Ihrem Lebenslauf oder anderen Unterlagen.

“Wenn das Gespräch steif zu werden droht, dann können Sie etwas non-verbales nutzen, um wieder in die Spur zurückzufinden,” sagt Zhu.

5. Versenden Sie Nachfass-Emails

Sofern das Vorstellungsgespräch ein Desaster war, dann macht es womöglich keinen Unterschied, ob Sie sich anschließend mit einer Email bei Ihren Gesprächspartnern bedanken. Das kann niemals schaden, besonders wenn das Gespräch letztlich doch nicht so schlecht war.

“Nicht viele Bewerber senden Dankes-Emails”, sagt Vostellungsgesprächs-Coach Margaret Buj. “Diese werden von Gesprächspartnern sehr geschätzt. Das zeigt, dass der Bewerber interessiert und aufmerksam ist. Ich erinnere mich eher an einen bestimmten Bewerber, wenn er mir kurz nach dem Gespräch eine kleine Email schreibt,” sagt Buj.

Kommentare (1)

Comments
  1. Sehr geehrte Frau Butcher,

    so einen Unsinn habe ich schon lange nicht mehr gelesen.

    Zum Verhalten in einem Bewerbungsgespräch:
    1. Man ist denke ich immer gut beraten, selbstbewuß in einem Vorstellungsgespräch aufzutreten, ohne dabei arrogant zu wirken, bzw. man sollte kommunikativ sein und Zuhören können, wenn die Gegenpartei etwas erklärt, erläutert oder eine Frage stellt.
    2. natürlich muß man unterscheiden, geht es um eine Junior oder Senior Position, bewerbe ich mich für das Back-, Middle- oder Front-Office
    Wenn Sie sich für den kundennahen Bereich bewerben also Sales oder Client Servicing
    müssen Sie sich beim Kunden auch genau überlegen,was Sie sagen und wie Sie es formulieren. Genau solche Dinge werden auch in einem Interview getestet. Der Arbeitgeber will wissen, ob er Sie auf Kunden “loslassen kann”.

    Fangen Sie bloß nicht an,sich während des Bewerbungsgespräches zu rechtferigen oder gar zu fragen:”War meine Antwort toll” ?
    Denken Sie immer daran, Sie gehen nicht zu einem Bewerbungsgespräch um dort Nettigkeiten auszutauschen, sondern weil Sie den Job haben wollen !. Der Arbeitgeber hingegen stellt sich die Frage:”Kann ich diesen Mann oder diese Frau gebrauchen.

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