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HSBC Trinkaus hat 600 Einstellungen vorgenommen: Doch jetzt wird auf die Bremse getreten

Carola von Schmettow

Carola von Schmettow übernimmt den HSBC Trinkaus-Chefsessel von Andreas Schmitz.

Im Zuge der Wachstumsinitiative hat HSBC Trinkaus in 2014 rund 300 neue Mitarbeiter eingestellt. Mit den Nachbesetzungen und der Verstärkung in der Compliance summierte sich die Zahl auf 600 Einstellungen. HSBC Trinkaus-Chef Andreas Schmitz rechnet „mittelfristig“ sogar damit, dass die Mitarbeiterzahl über 3000 steige. Ende des abgelaufenen Jahres beschäftigte die Düsseldorfer Tochter des britischen HSBC-Konzerns 2650 Mitarbeiter.

Laut einem Unternehmenssprecher wolle man die Wachstumsinitiative im laufenden Jahr „etwas langsamer“ angehen. „Es geht zunächst darum, die 600 neuen Mitarbeiter in die Bank zu integrieren“, sagte der Sprecher.

Unterdessen lag das Vorsteuerergebnis mit 213,6 Mio. Euro um 2,5 Prozent unter dem Vorjahreswert. Die Eigenkapitalrendite verringerte sich von 16,5 auf 14,4 Prozent und die Aufwands-Ertrags-Quote verschlechterte sich um 1,5 Prozentpunkte auf 69,4 Prozent. HSBC Trinkaus musste in 2014 also für jeden Euro Ertrag gut 69 Cent ausgeben.

Laut dem Unternehmenssprecher habe die Bank im Zuge der Wachstumsinitiative die Zahl ihrer ausgereichten Firmenkredite um rund 30 Prozent gesteigert. Daher sei der Zinsüberschuss um 5,4 Prozent auf 174,7 Mio. Euro angestiegen. Der Handelsüberschuss kletterte sogar um 12,1 Prozent auf 107,3 Mio. Euro. Dagegen gab der für HSBC Trinkaus zentrale Provisionsüberschuss um 2,5 Prozent auf 494 Mio. Euro nach. Für diese Entwicklung machte das Institut vor allem den Rückzug aus Luxemburg verantwortlich.

Auch an der Spitze der Bank stehen Veränderungen an. So soll der langjährige HSBC Trinkaus-Chef Andreas Schmitz im Juni den Aufsichtsratsvorsitz von Sieghardt Rometsch übernehmen. Weiter wird Carola Gräfin von Schmettow die Nachfolge Schmitz‘ als Vorstandssprecherin antreten. Die 51jährige begann nach einem Mathematikstudium als Traderin bei HSBC Trinkaus, 2004 stieg die fünffache Mutter zur persönlich haftenden Gesellschafterin auf und wurde 2006 in den Vorstand berufen.

Für 2015 zeigt sich die Bank optimistisch: „Es wird insgesamt ein Anstieg der Erlöse und des Vorsteuerergebnisses erwartet, trotz weiter steigendem Verwaltungsaufwands aufgrund erhöhter Mitarbeiterzahl und Investitionen in die IT-Infrastruktur sowie einem größeren Risikobedarf durch den Ausbau des Kreditportfolios.“


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