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JP Morgan stärkt deutsches Team: „Es gibt viel Bewegung in der Branche“

Die US-Investment Bank JP Morgan stärkt ihr Deutschland-Geschäft. Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg hat die Bank Callum Mitchell-Thomson zum Chef ihres Teams für Deutschland ernannt. Mitchell-Thomson ist bereits seit 18 Jahren bei der Bank und hat sich auf das Geschäft mit Versorgern spezialisiert. So zählt auch der Energieriese EON zu JP Morgans Kunden.

Blessing: JP Morgan will Momentum im Investment Banking gewinnen

Wenn man die Worte der Vizechefin des JP Morgan-Investment Bankings für EMEA Dorothee Blessing ernst nimmt, dann scheint dies nur der Anfang zu sein. „Wir konzentrieren uns darauf, Momentum zu gewinnen“, sagte Blessing zu Bloomberg. JP Morgan war in 2014 der Weltmarktführer im Investment Banking. „Es ist nicht die Zeit für Selbstzufriedenheit oder um sich zurückzulehnen.“

„Wir erwarten, dass 2015 ebenso aktiv sein wird wie das vergangene Jahr“, sagt Blessing. „Wir sehen ein kontinuierliches Geschäft mit ECM-Aktivitäten und dass die Pipeline für Börsengänge robust ist.“

Alle bauen in Frankfurt auf Junior-Level aus

Laut der auf Investment Banking spezialisierten Headhunterin Angela Hornberg von Advance Human Capital in Frankfurt suchen die meisten Investment Banken in Frankfurt nach Juniors mit zwei bis vier Jahren Berufserfahrung für die Geschäftsbereiche M&A und Equity Capital Markets. Gerne würden die Investment Banken auch Managing Directors von der Konkurrenz abwerben, um auf diese Weise neues Geschäft zu generieren.

Der Junior-Mangel sei derart ausgeprägt, dass einige Banken sogar das Doppelte des eigenen Bedarfs ausbilde. Denn die Hälfte der Berufseinsteiger würde nach einigen Jahren ohnehin Richtung Private Equity oder Corporates abspringen. „Ins Private Equity gehen die Leute, die viel Geld verdienen wollen und zu Corporates, wer eine gesunde Work-Life-Balance bevorzugt“, sagt Hornberg.

Darüber hinaus würden Blackstone und Canaccord Teams in Frankfurt schließen. „Die Mitarbeiter haben keine Probleme eine neue Stelle zu finden“, meint Hornberg. „Es gibt viel Bewegung in der Branche.“

Die Musterkarriere der Dorothee Blessing

Dorothee Blessing zählt zu den profiliertesten deutschen Investment Bankerinnen. Die Gattin des Commerzbank-Chefs hat Betriebswirtschaft an der Uni St. Gallen und der HEC Paris studiert. Anschließend arbeitete sie von 1992 bis 2013 bei Goldman Sachs. Dort begann sie als Analystin und arbeitete sich sukzessive zum Managing Director in 2001 und zum Partner in 2004 hoch. 2014 heuerte sie schließlich bei JP Morgan an.


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