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Hassen die Leute Goldman Sachs wirklich oder sind sie nur neidisch?

Goldman Sachs sorgt wieder einmal für Schlagzeilen – und zwar als das meist verhasste Unternehmen der Vereinigten Staaten. Damit haben die Goldmänner sogar Ölgesellschaften und Internetbreitbandanbieter ausgestochen, die Kunden schon einmal zwei Stunden in der Warteschleife einer Hotline warten lassen. Angesichts der Tatsache, dass es sich bei Goldman Sachs gar nicht um ein Unternehmen mit Privatkunden-Kontakt handelt, stellt dies schon ein merkwürdiges Ergebnis dar. Nach der Umfrage von Harris haben 99,9 Prozent der Durchschnittsamerikaner niemals Kontakt mit der umstrittenen Investmentbank.

Worüber regen sich die Leute also auf? Es dürfte sich um eine Kombination der Folgen der Finanzkrise sowie den immer noch sehr hohen Vergütungen der Banker handeln. Und Goldman Sachs gilt weiterhin als DER Repräsentant des Investment Bankings. Die wachsenden Unterschiede zwischen den Vergütungen in 2014 haben auch jenseits des Atlantiks für Verärgerung gesorgt.

Wie man es auch sieht: Die amerikanische Bevölkerung hegt keinerlei Sympathien für die Goldmänner von der Wall Street. Dies bedeutet jedoch nicht, dass sie sie nicht bewundern würden. So schneidet die Bank in der gerade publizierten Liste der renommiertesten US-Firmen des Fortune Magazines mit einem Spitzenplatz ab. Für die Liste schaut sich die Anlegerzeitschrift immerhin 1400 große Unternehmen an.

Zugegebenerweise unterscheidet sich die Teilnehmergruppe signifikant von der der Harrison-Umfrage. Fortune richtet sich nicht an jedermann. Vielmehr werteten sie die Antworten von 4104 Unternehmenschefs, Direktoren und Wertpapieranalysten aus eine Vielzahl von Branchen aus. Einige davon sind sogar selbst im Banking tätig. Wenn man die Antworten aus der Bankingbranche herausfiltert, schneidet Goldman Sachs sogar als die renommierteste Megabank der Welt ab.

Goldman Sachs gewann immerhin eine Silbermedaille für den Einsatz des Unternehmenskapitals, die Managementqualität, die finanziellen Solidität, den langfristigen Investitionswert und die Qualität ihrer Dienstleistungen und Produkte. Die Bank schneidet lediglich in einer Kategorie armselig ab: bei der sozialen Verantwortung.

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