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Die vier Tipps von Business-Psychologen für eine Gehaltserhöhung

Neues Jahr, neues Glück. Das gilt auch für die Gehaltsfrage. Doch wie lässt sich eine anständige Gehaltserhöhung sichern, ohne den Job zu wechseln – zumal mit jedem Jobwechsel auch ein nicht immer kalkulierbares Risiko eingegangen wird. eFinancialCareers hat bei Business-Psychologen aus dem Finanzsektor nach den besten Tipps für lukrative Gehaltsverhandlungen gefragt.

1. Timing ist alles

Die Performance Ihrer Abteilung bzw. Ihres Unternehmens sowie Ihr persönlicher Beitrag hierzu sind die beiden Seiten der gleichen Medaille.

Falls sich Ihr Unternehmen in rauer See befindet, dann kann das Anschneiden der Gehaltsfrage mehr schaden als nützen, sagt Rob Yeung, Business-Psychologe bei Talentspace.

“Ihr Abteilungsleiter hält Sie womöglich für eine gierige Person, die sich mehr um ihren eigenen Vorteil als um das Team sorgt und diese Einschätzung Ihres Vorgesetzten ist nicht unbedingt die beste Voraussetzung, wenn die nächsten Kosteneinsparungen anstehen”, sagt Yeung.

“Erarbeiten Sie eine Fallstudie, indem Sie sehr genau das Pro und Contra Ihres Falles analysieren und hoffentlich wird sich alles zu Ihren Gunsten wenden”, ergänzt Robin Linnecar, Chef des Executive Coaching-Unternehmens Praesta. “Der ideale Zeitpunkt für ein Gespräch ist sicherlich gekommen, kurz nachdem Sie von Ihrem Vorgesetzten für eine Arbeitsleistung gelobt wurden. Denn das Timing ist alles bei derartigen Gesprächen.”

2. Kennen Sie Ihren Vorgesetzten

Yeung betont, wie wichtig es ist, den Blickwinkel Ihres Vorgesetzten zu verstehen und zu wissen, wie ein vernünftiges Argument – eher als eine emotionale Bitte – zu der alles entscheidenden Frage aussehen kann, wieso gerade Sie eine Gehaltserhöhung verdienen.

Doch es ist auch wichtig zu wissen, was für ein Argument bei der Persönlichkeit Ihres Vorgesetzten am ehesten verfängt, sagt Ruth Colling, Business-Psychologin bei Nicholson McBride.

“Falls diese vorwiegend datenorientiert oder Streber sind, dann konzentrieren Sie sich auf Fakten und Details; falls Sie verkaufsorientiert oder opportunistisch sind, dann erinnern Sie sie daran, wie Sie zu ihrem Erfolg beitragen, wie viel mehr Sie noch für sie leisten können und falls sie eher altruistisch eingestellt sind, dann appellieren Sie an ihre Gutmütigkeit oder ihren Gerechtigkeitssinn,” sagt Colling.

3. Kennen Sie Ihren Marktwert

Es ist wichtig, einige Zeit aufzuwenden, um Ihren aktuellen Marktwert zu ermitteln – mittels Gehaltsübersichten oder Berater, sagt Linnecar. Doch auch der Flurfunk ist wichtig: Sind Sie unterbezahlt im Vergleich zu Ihren Kollegen – besonders gegenüber den neu eingestellten?

“Falls Sie angeben, dass Sie von anderen Gehältern erfahren haben, dann stellen Sie klar, dass Sie nicht nach einem neuen Job suchen”, sagt Colling. “Sie wollen nicht irgendwo anders anheuern, sondern Sie sind besorgt, dass Ihr Motivationsniveau von diesem Wissen beeinträchtigt werden könnte. Dabei handelt es sich um solche persönlichen Eigenschaften wie voller Arbeitseinsatz und Extraleistung.”

4. Halten Sie sich an Ihren Schlachtplan

Falls Sie eine Fallstudie dazu erarbeitet haben, wieso Sie eine Gehaltserhöhung verdienen, dann stellen Sie sicher, dass Sie dies auch vermitteln können.

“Arbeitgeber sind gut darin, nur einen Teil Ihrer Frageliste zu beantworten und dabei diejenigen Teile auszulassen, die sie für schwierig halten”, sagt Linnecar. “Lassen Sie sich nicht abwimmeln, sondern gehen Sie systematisch und leidenschaftslos jeden einzelnen Punkt durch.”

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