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Schon frühzeitig den Karriereturbo einschalten: Über Alumni-Netzwerke ins Banking

“Wenn man z.B. einen Job in einer Investmentbank will, dann kann man durch die Alumni einen Fuß in die Tür bekommen”, rät Sina Schahram-Nia, der als ehemaliger Investmentbanker und Headhunter auch Präsident des deutschen Alumni-Clubs der University of California in Berkeley ist.

Denn wenn eine Bewerbung über einen Alumni lanciert werde, stiegen die Chancen erheblich gegenüber jemanden, “der seine Bewerbung irgendwohin schickt.” Ein Alumni-Netzwerk sei ein “competitive advance”, meint der heutige Headhunter. Deshalb sollten sich Studenten schon frühzeitig um derartige Kontakte bemühen.

Das Networking über die ehemaligen Absolventen einer Hochschule hat im angelsächsischen Raum eine lange Tradition, erzählt Schahram-Nia, der an der University of California, Berkeley und an der London School of Economics studiert hat: “In London haben die sogenannte Old Boys-Networks eine lange Tradition. “Die Absolventen aus Oxford oder Cambridge haben sehr oft die Jobs bekommen, nicht weil sie immer besser waren, sondern weil sie sehr oft bessere Kontakte hatten”, ergänzt Schahram-Nia.

Auch Networking will gelernt sein

Seit den 90er Jahren kommt der Trend sukzessive auch in Deutschland an, wobei auch das Aufkommen des Internets die Verbreitung der Alumni-Netzwerke gefördert hat. So hat beispielsweise die Frankfurt School of Banking ihr Alumni-Programm 1996 aus der Taufe gehoben. Der Verein zählt heute etwa 1150 Mitglieder.

Dabei bietet der Verein den Studenten der Frankfurt School eine Vielzahl von Programmen an – von “Alumni referieren für Studenten”, über Roundtable bis hin zu Führungen. Diese Angebote dienen ausdrücklich dem Zweck, den Studenten Erfahrungen in der hohen Kunst des Networkings zu vermitteln, erklärt die Alumni-Managerin der Frankfurt School Susan Georgijewitsch.

Mentoring als Bonbon

Ein weiteres Programm steht für besonders engagierte Studenten offen: “Wenn sich ein Student in irgendeiner Form bei der Frankfurt School sichtbar engagiert hat, dann können sich die Personen für ein Mentoringprogramm bewerben”, sagt die Alumni-Managerin. Dabei stehe indes nicht die Jobvermittlung im Vordergrund, sondern die Weitergabe von Erfahrungen.

Ein solches Programm läuft etwa ein Jahr. Da bei dem siebensemestrigen Bachelor-Studium ein Auslandsaufenthalt im vierten bzw. fünften Semester Pflicht ist, sollte das Mentoring optimalerweise anschließend erfolgen, rät Georgijewitsch. Doch das Programm steht nur Studenten offen, die sich neben dem Lehrbetrieb an Studenteninitiativen beteiligt haben, erklärt die Alumni-Managerin: “Das ist ein Bonbon, wenn man sich engagiert hat.”

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