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Geschäftszahlen 2014: Was die UBS für ihre Mitarbeiter springen ließ

UBS-Chef Sergio Ermotti

UBS-Chef Sergio Ermotti

Der UBS gelang ein zufriedenstellender Jahresausklang. Im vierten Quartal konnte die Großbank ihren Vorsteuergewinn um 5 Prozent auf 963 Mio. Franken steigern. Im Gesamtjahr kletterte das Bruttoergebnis sogar um 12,6 Prozent auf 3,6 Mrd. Franken, wie die UBS am heutigen Dienstag (10. Februar) mitteilte. Die Eigenkapitalrendite fiel indes mit 7,2 Prozent in 2014 dürftig aus. Die Bank will diese im laufenden Jahr auf 10 und im kommenden auf über 15 Prozent steigern.

In der Analystenkonferenz bestätigte UBS-Chef Sergio Ermotti, dass die Frankenfreigabe signifikante Auswirkungen auf einige Performanceziele haben werde. Einen Strategieschwenk mache dies jedoch nicht erforderlich. Ermotti sagte wörtlich: „Was bedeutet das für unsere Strategie: nichts.“ Unterdessen erklärte der Tessiner die strategische Umorientierung für abgeschlossen.

345.000 Franken im Investment Banking

Auch mit dem Ergebnis des Investmentbankings zeigte sich Ermotti zufrieden. „Die Investmentbank hat all ihre Ziele erreicht“, sagte der UBS-Chef. Im vierten Quartal erzielte die Sparte einen Vorsteuergewinn von 367 Mio. Franken, was gegenüber dem Vorjahreszeitraum ein Plus von 24 Prozent bedeutet. Da die Bank jedoch im dritten Quartal einen Verlust von 1,3 Mrd. Franken verkraften musste, lag das Plus im Gesamtjahr bei mageren 87 Mio. Franken. Damit belief sich die Aufwands-Ertrags-Quote auf immerhin 99 Prozent. Für jeden Franken Ertrag musste das Investment Banking also 99 Rappen hinblättern. Weiter gaben die Gesamterträge um 3 Prozent auf 8,3 Mrd. Franken nach

Konkret kletterten die Erträge 2014 in Advisory um 20 Prozent auf 708 Mio. Franken. In Equity Capital Markets purzelten die Erträge um 11 Prozent auf gut 1 Mrd. Franken, während sie in Debt Capital Markets um 13 Prozent auf 1 Mrd. Franken zulegten. Dennoch bleibt der Aktienhandel mit Erträgen von 3,7 Mrd. Franken auch weiterhin die Cash Cow der Sparte, wobei die Einnahmen indes um 6 Prozent nachgaben. Im Geschäft mit Währungen, Zinsen und Krediten purzelten die Erträge sogar um 15 Prozent auf 1,4 Mrd. Franken.

Trotz des mageren Gewinns sprudeln die Vergütungen der Mitarbeiter auch weiterhin. In 2014 ließ die UBS für jeden Investmentbanker die Kleinigkeit von knapp 345.000 Franken springen, was dank des starken Schweizer Frankens immerhin 330.000 Euro sind. Allerdings werden die Investmentbanker in London und den USA üblicherweise in US-Dollar bezahlt, womit vom Segen des starken Frankens nur wenig in ihren Portemonnaies ankommen dürfte.

201.000 Franken im Wealth Management

Den Gewinnbringer des Konzerns stellt auch weiterhin das Wealth Management dar, wo der Vorsteuergewinn um 4 Prozent auf 2,3 Mrd. Franken kletterte. Die Aufwand-Ertrags-Quote lag mit 70,5 Prozent noch im akzeptablen Bereich. In der Sparte schuf die Bank binnen Jahresfrist fast 350 neue Jobs. Gleichzeitig sank jedoch die durchschnittliche Vergütung pro Kopf um 2 Prozent auf 201.000 Franken.

298.000 Franken im Wealth Management Americas

Ganz anders dagegen im Wealth Management Americas. Hier fallen die Gewinne deutlich niedriger und die Gehälter dafür deutlich höher aus als im Rest der Welt. So freute sich Bankchef Ermotti über das Rekordergebnis der Sparte von 900 Mio. Franken, was indes nicht einmal die Hälfte des Wealth Management-Ergebnisses im Rest der Welt ausmacht. Die Vergütungen lagen jenseits des Atlantiks mit 298.000 Franken deutlich höher als im Rest der Welt. Hier konnten sich die Mitarbeiter über ein Plus von 11 Prozent freuen. Kein Wunder, dass sich die Aufwands-Ertrags-Quote im Wealth Management Americas weiter von 86,5 auf 87,3 Prozent verschlechterte.

232.000 Franken im Asset Management

Auch im Asset Management erhöhte sich die Kostenquote deutlich von 70,2 auf 75,4 Prozent. Mithin brach der Vorsteuergewinn in 2014 um 19 Prozent auf 467 Mio. Franken ein. Mit gut 232.000 Franken lag denn auch die Pro Kopf-Vergütung knapp unterhalb des Vorjahres. Dennoch wurden in dem Geschäftsbereich fast 90 Stellen aufgebaut.

148.000 Franken im Filialgeschäft

Neben dem Geschäft mit wohlhabenden Privatkunden erwies sich auch in 2014 das Filialgeschäft als zweiter Goldesel der Bank. Der Geschäftsbereich, der nur in der Schweiz aktiv ist, generierte einen Vorsteuergewinn von 1,5 Mrd. Franken. Die Aufwands-Ertrags-Quote sank von bereits guten 60,9 Prozent weiter auf 58,3 Prozent. Gute Geschäftszahlen bewahren indes nicht vor dem Rotstift. So strich die UBS in ihrem Filialgeschäft in 2014 über 260 Stellen und auch die Vergütungen pro Kopf purzelten um 2,8 Prozent auf 148.000 Franken.


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