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Unternehmensberatungen stellen weiter ein

Die guten Geschäfte der Beratungsbranche wirken sich weiter positiv auf den Arbeitsmarkt für Consultants aus.

2006 arbeiteten in Deutschland rund 73.000 Unternehmensberater in 14.250 Beratungsgesellschaften – ein Plus von 7%. 2007 wollen die Beratungsgesellschaften weiteres Personal einstellen, wie die aktuelle Studie “Facts & Figures zum Beratermarkt 2006/2007” des Bundesverbands Deutscher Unternehmensberater (BDU) zeigt.

Der Studie zufolge beabsichtigen rund 90% der Consultingfirmen ab 5 Mio. € Umsatz mehr Berater mit Berufserfahrung zu rekrutieren. Ein aktuelles Recruitingevent von Capgemini Consulting, das sich ausdrücklich an Professionals mit mindestens 2 Jahren Berufserfahrung in der Strategieberatung oder der Industrie richtet, passt da ins Bild.

Daneben planen die größeren Beratungsfirmen der Studie zufolge aber auch weiterhin, Hochschulabsolventen mit frischem Know-how aus der Wissenschaft einzustellen. Gut zwei Drittel wollen demnach neue Stellen für Juniorberater schaffen.

Doch das Angebot an Absolventen, die die hohen Anforderungen der Beratungsbranche erfüllen, ist knapp, wie Klaus Reiners, Pressesprecher des BDU, bestätigt: “Der Prozentsatz an geeigneten Kandidaten ist begrenzt.”

Dies trägt sicherlich dazu bei, dass die Branche sich mittlerweile beim Hochschulrecruiting nicht mehr nahezu ausschließlich auf Absolventen der Studienrichtungen Betriebs- und Volkswirtschaft oder Wirtschaftsingenieurwesen richtet, sondern “deutlich durchlässiger geworden ist”, wie Reiners es ausdrückt. “Zwar sind Berater mit wirtschaftsorientierten Studienabschlüssen in der Mehrheit, doch mittlerweile sind auch Mathematiker oder Physiker gern gesehen.”

Die Personalplanung der Branchengrößten jedenfalls ist beachtlich: McKinsey plant die Neueinstellung von 200 Consultants, die Boston Consulting Group rechnet für 2007 mit 210 Neueinstellungen, plus 100 Praktikantenplätze. Dr. Christian Veith, BCG-Deutschland-Chef, sieht trotzdem keinen Engpass bei der Nachwuchssuche: “Wir ernten jetzt die Früchte unserer langfristigen Personalarbeit.”

Die Capgemini-Gruppe will gar 600 Consultants neu einstellen. CEO Antonio Schnieder, verantwortlich für Zentral-, Süd- und Osteuropa, ist sich der Schwierigkeit der Aufgabe durchaus bewusst: “Der Kampf um die Talente ist bereits wieder voll entfacht”.

Anders als beim ersten “War for talents” in der Consultingbranche 2001 erwartet BDU-Mann Reiners jedoch diesmal keinen explosionsartigen Anstieg der Beratergehälter: “In der Consultingbranche wird ja traditionell besonders gut verdient. Die Beratungen werden aber dafür sorgen, dass die Gehälter in vernünftigen Höhen gehalten werden.”

Seiner Meinung nach bleiben Consultants mittelfristig gefragt: “2007 und 2008 werden wohl gute Jahre für die Branche werden – und damit auch für jobsuchende Berater.”

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