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Devise Gürtel enger schnallen: Gewinneinbruch drückt bei der ZKB auf die Boni

Sicherlich ein ZKB-Mitarbeiter.

Sicherlich ein ZKB-Mitarbeiter.

Die Mitarbeiter der Zürcher Kantonalbank (ZKB) müssen die Gürtel ein wenig enger schnallen. Aufgrund der schlechteren Geschäftsentwicklung in 2014 ließ das Institut pro Mitarbeiter durchschnittlich nur noch etwa 168.500 Franken springen, was 4,6 Prozent weniger als im Vorjahr waren. Dazu hieß es von der ZKB: „Die Einsparung kam insbesondere durch die reduzierten variablen Vergütungen zustande.“ Insgesamt gab der Personalaufwand in 2014 im Vergleich zum Vorjahr um 4,1 Prozent auf 816 Mio. Franken nach. Dennoch fiel der Personalstand mit 4844 Mitarbeitern sogar leicht höher als in 2013 aus.

Noch kräftiger bergab ging es allerdings bei den Erträgen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr purzelten die Betriebserträge um 8,6 Prozent auf gut 1,9 Mrd. Franken. Der Vorsteuergewinn rauschte sogar um 16,2 Prozent auf 735 Mio. Franken zu Tale. Gleichzeitig weitete die ZKB ihre Bilanzsumme um 5,8 Prozent auf gut 158 Mrd. Franken aus.

Niedrigzinsphase und starker Franken belasten Geschäftserfolg

Vor allem die Niedrigzinsphase macht der ZKB zu schaffen; allein auf das Zinsgeschäft entfallen bei den Zürchern immer noch 55 Prozent der Erträge. Hier gaben die Einnahmen um 4,2 Prozent auf knapp 1,1 Mrd. Franken nach. Das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft ging um 3,5 Prozent auf 531 Mio. Franken zurück, womit die ZKB nicht mehr das Rekordergebnis aus dem Vorjahr erreichen konnte. Die geringe Volatilität an den Märkten und die Zurückhaltung der Anleger führte beim Handelsergebnis zu einem Einbruch um 15,7 Prozent auf 287 Mio. Franken.

Besserung für Profitabilität und Boni ist auch in 2015 nicht in Sicht. Vielmehr warnte die ZKB schon einmal vorsorglich vor den empfindlichen Folgen der Frankenfreigabe im Januar auf das Geschäftsergebnis: „Dieses schwierige Umfeld dürfte im laufenden Jahr deutliche Auswirkungen auf den Geschäftsgang der Zürcher Kantonalbank haben und sämtliche Ertragspfeiler der Bank belasten.“ Auch in 2015 dürften die Mitarbeiter also ihre Gürtel noch ein wenig enger schnallen müssen.

Pictet kann Kundenvermögen um 11 Prozent steigern

Unterdessen hat auch die Genfer Privatbank Pictet erste Informationen zum Geschäft in 2014 veröffentlicht. Demnach belief sich der Reingewinn der Gruppe auf 459 Mio. Franken, wobei Erträge von knapp 2,1 Mrd. Franken erzielt wurden. Die verwahrten Vermögen kletterten im abgelaufenen Jahr um 11,3 Prozent auf 435 Mrd. Franken. Ihren vollständigen Jahresabschluss will Pictet Ende April vorlegen.


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