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Investmentbanken können auch ohne Entlassungen viel Geld sparen

Wenn Investmentbanken den Rotstift ansetzen, dann trifft es in der Regel die Mitarbeiter. Das muss jedoch nicht sein, meint mit McKinsey ausgerechnet eine der Unternehmensberatungen, die sonst nicht gerade zimperlich sind, wenn es darum geht, den “Headcount” zu verringern.

Eine Untersuchung von zehn US-Investmentbanken förderte jedenfalls erstaunliche Erkenntnisse zu Tage. Das Sparpotenzial beträgt nach Schätzung von McKinsey pro Bank pro Jahr mindestens 400 Mio Dollar – ohne dass dabei unzählige Mitarbeiter auf die Straße gesetzt werden müssten, was unweigerlich zu einem Einbruch bei der Belegschaftsmoral führen würde. In Einzelfällen sollen sogar Kostensenkungen von jährlich wiederkehrenden zwei Mrd. Dollar drin sein.

Dabei geht es nicht nur um die üblichen ad-hoc Sparprogramme wie gekürzte Reise- und Vergnügungsbudgets und Einschnitte bei freiwilligen Sozialleistungen. Nein, nach Ansicht von McKinsey lässt sich darüber hinaus viel Geld sparen, wenn die Kosten für Druckerzeugnisse, beim Einkauf, bei Lieferanten und bei sonstigen Dienstleistungen gesenkt werden. In Einzelfällen seien bereits nach drei Monaten Spareffekte spürbar.

Umstrukturierungen bei Gebäuden und Grundstücken sowie der Informationstechnik nehmen zwar längere Zeit in Anspruch, versprechen aber ein noch viel größeres Kostensenkungspotenzial.

Nach Ansicht von McKinsey haben diese Sparvorschläge zwei Vorteile: Sie umfassen fast 80 Prozent der Kosten einer Investmentbank und wirken sich kaum oder gar nicht auf die Mitarbeiter und die Bankkultur aus. Für die Untersuchung hat die Beratungsgesellschaft Börsenmitteilungen, Quartalsberichte und die Internetseiten der Investmentbanken ausgewertet.

Kommentare (1)

Comments
  1. So so, McKinsey sagt also das man 80% der Kosten einer Investmentbank einsparen kann ohne gross Leute rauszuschmeissen…!?!
    Da kommen doch ein paar Fragen auf:
    – Kommen die Kosten für das Personal in einer I-Bank auf 20%? Wirklich?
    – Sind Investmentbanken in guten Zeiten wirklich so faul, das Kosten für Bleistifte, Kugelschreiber und Notizblöcke rund 80% der Gesamtausgaben ausmachen, dies akzeptiert wird und keiner was dagegen unternimmt?

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