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Auf Heller und Pfennig: Was die HVB für ihre Mitarbeiter springen lässt

Hypo Vereinsbank

Sie ist bestimmt Risikoträgerin der HVB (Foto: Getty Images)

Auch bei der HypoVereinsbank (HVB) gibt es noch Einkommensmillionäre und zwar 17 an der Zahl. Davon kassieren 14 zwischen 1 bis 1,5 Mio. Euro. Jeweils einer 1,5 bis 2 Mio., 2 bis 2,5 Mio. und 2,5 bis 3 Mio. Euro, wie aus dem Vergütungsbericht 2015 der Münchner Tochter des italienischen Unicredit-Konzerns hervorgeht. Dies stellt aber nur die Spitze des Eisbergs dar.

Unter den einzelnen Bereichen streichen die rund 2250 Investmentbanker mit ziemlich genau 170.000 Euro das meiste Geld ein. In den Kontrollfunktionen (Middle Office) sind es hingegen nur noch etwa 85.000 und in den zentralen Einrichtungen (Back Office) rund 68.000 Euro. Nichts dokumentiert eindrücklicher wie hoch der Abstand bei der Bezahlung zwischen Front, Middle und Back Office ausfällt. Selbst die knapp 6000 Mitarbeiter des Filialgeschäfts strichen mit gut 72.000 Euro rund 4000 Euro mehr ein als ihre knapp 3000 Kollegen im Back Office. Alle genannten Zahlen addieren sich aus Grundgehältern und Boni.

So richtig klingelt es allerdings nur in den Sparschweinchen der knapp 500 Risikoträger der HVB, die eine besondere Verantwortung für Erträge und Risiken der Bank besitzen. Durchschnittlich kassierte jeder von ihnen an Festgehältern und Boni knapp 380.0000 Euro. Die rund 280 Investmentbanker erhielten mit durchschnittlich knapp 445.000 Euro die höchsten Vergütungen. Am Niedrigsten fällt die Vergütung in den Kontrollfunktionen mit 225.000 Euro pro Kopf aus. Dies liegt u.a. an den vergleichsweise niedrigen Boni im Middle Office. Während sich die Boni hier auf 30 Prozent belaufen, sind es im Investment Banking schon 79 Prozent. Damit liegen die variablen Vergütungen allerdings immer noch deutlich unter der zulässigen Obergrenze von 200 Prozent.

Die Finanzaufsicht schreibt vor, dass sämtliche Boni über 50.000 Euro teilweise verzögert ausbezahlt werden müssen. Bei der HVB fällt dieses Schema besonders streng aus, denn die Verzögerung erstreckt sich im Top-Management auf sechs Jahre und für die restlichen Mitarbeiter auf fünf Jahre. Die Auszahlung erfolgt teils in Bargeld und teils in Aktien der Muttergesellschaft Unicredit, die jedoch einer Haltefrist von ein bis zwei Jahren unterliegen.

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