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Bei der LBBW müssen noch 1100 Mitarbeiter gehen

Um ihre Sparziele umzusetzen, muss die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) noch 1100 Mitarbeiter vom Ausscheiden überzeugen, wie aus den am heutigen Donnerstag (25. August) vorgelegten Geschäftszahlen für das erste Halbjahr hervorgeht.

Laut der LBBW laufe der bis 2013 geplante Abbau von 2500 Stellen wie vorgesehen. “Auf der Basis von freiwilligen Angeboten wie Abfindungs-, Vorruhestands- oder Altersteilzeitverträgen sowie natürlicher Fluktuation wurden bereits Austritte in der Größenordnung von rund 1400 Vollzeitstellen vereinbart”, heißt es seitens der Bank.

Die Mitarbeiterzahl des Konzerns sank gegenüber dem Vorjahreszeitraum indes lediglich um 4,1 Prozent auf gut 12.500 Beschäftigte. Damit verminderte sich auch der Personalaufwand nur um 5,4 Prozent auf 509 Mio. Euro. Für jeden Beschäftigten wandte die LBBW somit durchschnittlich gut 40.600 Euro auf, was 1,3 Prozent weniger waren als im Vorjahreszeitraum.

Dagegen liefen die Geschäfte wieder besser. Während das Institut im ersten Halbjahr 2010 noch einen dicken Verlust vor Steuern von 321 Mio. Euro schrieb, generierte die Bank im ersten Halbjahr 2011 einen Vorsteuergewinn von 601 Mio. Euro. Jeder Beschäftigte trug also durchschnittlich etwa 48.000 Euro dazu bei.

Damit scheint die LBBW ihre Kosten im Griff zu haben. Während die Kostenertragsquote im Vorjahreszeitraum noch bei miserablen 93,7 Prozent lag, belief sich die Quote jetzt auf schlanke 42,3 Prozent. Damit liegt die Landesbank sogar noch unter dem Niveau der Hypo Vereinsbank mit 47,8 Prozent, dem Sieger im jüngsten eFinancialCareers-Ranking.

LBBW-Chef Hans-Jörg Vetter zeigte sich für die Zukunft verhalten optimistisch: “Das von zahlreichen Sondereffekten geprägte Halbjahresergebnis lässt sich sicher nicht auf das Gesamtjahr fortschreiben. Aber sofern es nicht zu neuen, dramatischen Einbrüchen an den Finanzmärkten kommt, gehen wir davon aus, dass die LBBW in diesem Jahr sowohl nach IFRS als auch nach HGB schwarze Zahlen schreiben wird.”

Kommentare (1)

Comments
  1. Was haben die gehenden Mitarbeiter vorher eigentlich alle gemacht? Social Loafing scheinbar, und die Bereichsleiter ihren Bonus anhand der MA-Anzahl erhalten? Erbärmlich.

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