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Was ein ehemaliger Aktienhändler von Goldman Sachs für ein Vorstellungsgespräch rät

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Nailed it.

Lex Van Dam arbeitete noch in den guten alten Tagen als Aktienhändler für Goldman Sachs – zu einer Zeit, als Trader tatsächlich noch Risiko eingehen durften. So war Van Dam von 1992 bis 2002 im Eigenhandel der US-Investmentbank beschäftigt, bis er sich zum Hedgefonds GLG Partners absetzte. Mittlerweile veranstaltet Van Dam Trading-Seminare. Unterdessen gibt Van Dam Studenten und Absolventen, denen ein Vorstellungsgespräch bevorsteht, folgende Tipps mit auf den Weg:

1. Mit der Körpersprache punkten

„Die non-verbale Kommunikation ist von entscheidender Bedeutung. Falls Sie schon nach Angst riechen, dann wird sich der Interviewer fragen, ob Sie nicht mit dem gleichen Problem zu kämpfen haben, wenn Sie das Unternehmen gegenüber Kunden vertreten.“

2. Kennen Sie Ihre Gesprächspartner

„Falls Sie die Person, die Ihnen gegenüber sitzt, nicht kennen, dann gehen alle Ihre Bemühungen ins Leere“, warnt Van Dam. Versuchen Sie bereits im Vorfeld möglichst viel über Ihre Gesprächspartner herauszufinden. Stammen sie aus dem Campus Recruitment-Team oder handelt es sich um Vice Presidents oder Managing Directors? „Sobald Sie die Einladung für das Vorstellungsgespräch erhalten, sollten Sie herauszufinden versuchen, auf wen Sie treffen und um was für eine Persönlichkeit es sich handelt.“

Kandidaten, die über dieses Quäntchen mehr an Wissen verfügen, fällt es laut Van Dam leichter treffende Fragen zu stellen. Fragen Sie sie auch nach ihrer Karriere und nach ihren Erfahrungen mit der Rolle, für die Sie sich bewerben.

Falls Bewerber auf HR-Mitarbeiter treffen, dann sollen sie zeigen, dass Sie das Unternehmen repräsentieren und den Job professionell erledigen können. Falls Kandidaten indes auf potenzielle Kollegen aus der jeweiligen Abteilung treffen, dann müssen sie sie überzeugen, dass sie professionell arbeiten UND Geld verdienen können.

3. Übung macht den Meister

Sie können nicht einfach in ein Vorstellungsgespräch spazieren und erwarten, den Job sofort zu bekommen. „Wenn Sie nicht einige Test-Vorstellungsgespräche geübt haben, dann wäre das so als wenn Sie einen Elfmeter bei einer Fußballweltmeisterschaft verwandeln wollten, ohne das jemals geübt zu haben“, meint Van Dam. „Sie müssen die Antwort auf hunderte von Fragen parat haben, bevor Sie dort hingehen und ihre Vorstellung abliefern.“

4. Kennen Sie Ihre Rivalen

Um tatsächlich den begehrten Arbeitsvertrag mit Ihrer Unterschrift verschönern zu dürfen, müssen Sie ganz genau wissen, mit welchem Menschenschlag Sie konkurrieren, betont Van Dam. Denn nur dann könnten Sie Ihr Spiel entsprechend anpassen. „Sie müssen die Benchmark ermitteln“, rät Van Dam. „Wenn Sie die Stärken und Schwächen der anderen Leute nicht verstehen, die den gleichen Job wie Sie wollen, dann können Sie kaum wissen, woran Sie arbeiten müssen.“

Wir wissen zwar nicht, wie Ihre Mitbewerber aussehen, aber wir wissen, welche Leute in der Vergangenheit bei Banken wie Goldman Sachs erfolgreich waren.

5. Kennen Sie den Job, um den Sie sich bewerben

Wer den Fuß in ein Vorstellungsgespräch setzt, sollte schon ganz genau wissen, wieso er bei der Veranstaltung ist. Die Banken wollen sehen, dass ein Kandidat seine Hausaufgaben gemacht hat und genau weiß, was dieser Job so alles beinhaltet und wieso er genau bei diesem Unternehmen arbeiten möchte. „Sie müssen wissen, welche Aufgabe Sie im Finance machen wollen und wieso“, betont Van Dam.

Falls Sie nicht einmal in der Lage sind zu begründen, wieso Sie diesen Job wollen, dann fallen Ihre Chancen ganz schlecht aus. Und falls Sie dennoch eingestellt werden, dann bereuen Sie es später womöglich. „Sie wollen nicht Jahre in einem Job verbringen, für den Sie kein Interesse mitbringen“, sagt Van Dam.

6. Es geht nicht nur um das Vorstellungsgespräch

Allerdings sollten sich Kandidaten nicht allein auf das Vorstellungsgespräch konzentrieren. Denn selbst falls Sie in dem Gespräch glänzend abschneiden, können alle Ihre Bemühungen vergebens sein, falls Sie sich vorher reichlich ungeschickt angestellt haben. „Jeder einzelne Kontakt mit der Bank kann ausschlaggebend sein“, betont Van Dam. „Falls Sie Vertreter der Bank bei einem Campus-Event treffen, dann sollten Sie nicht so naiv sein, alles zu fragen, was ihnen gerade einfällt. Denn alles kann gegen Sie eingesetzt werden.“

Lex Van Dam veranstaltet im März 2015 eine Konferenz für Studenten, die sich für eine Karriere im Banking interessieren.

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